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Claudia Heizmann

Bitte nicht stören! Abschalten von der permanenten Erreichbarkeit

von Claudia Heizmann | November 2009

[Bitte nicht stören! Abschalten von der permanenten Erreichbarkeit ]
 


Coachingtipp-bitte nicht stören!

Phase 4: Es macht alles keinen Sinn

Bei Robustheit und Widerstandsfähigkeit spielt also die gedankliche Ebene eine wichtige Rolle. Wir konnten es bei den teilweise nervenaufreibenden Wettkämpfen bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft erleben, dass die mentale Stärke bei den SportlerInnen oftmals am Ende über eine Medaille entschieden hatte. Die Fähigkeit, im entscheidenden Moment aufdringliche Medienpräsenz und enormen Erfolgsdruck auszublenden und sich auf ein Ziel zu fokussieren, ist faszinierend. Und im Wechsel mit Entspannung und Regeneration auch erlernbar!

Hilfreiche Bewältigungsstrategien

Damit es nicht so weit kommt, arbeiten wir in Coachings an Strategien im Umgang mit der Kultur der permanenten Erreichbarkeit und den vielen Störungen durch die Informationstechnologie. Denn klar ist: Das Problem ist nicht die Technik an sich, sondern der unkontrollierte Umgang damit! Hier drei bewährte Tipps:

Tipp 1: Planen Sie Ruhepausen ein

Teilen Sie für sich persönlich Zeiten ein, in denen E-Mail und Handy, Blackberry etc. ausgeschaltet sind. Schalten Sie alle automatischen Signalfunktionen bei Nachrichteneingängen aus. Sie gewinnen Zeit für ungestörte Denkarbeit, zur Verarbeitung von Informationen, zur Reflexion und direkten Kommunikation.

Tipp 2: Steigern Sie die Qualität Ihrer E-Mail Kommunikation

Antworten Sie zuverlässig auf alle E-Mails, die Sie direkt betreffen. Dadurch erhöhen Sie für sich und Ihre Kollegen die Zeiten selbst bestimmten Arbeitens. Melden Sie den Absendern zurück, wenn Sie mit bestimmten E-Mails nichts anfangen können, weil Ihnen das Anliegen nicht klar wird oder diese Informationen für Sie nutzlos sind. Wenn ein paar Grundregeln eingehalten werden, können Sie Themen und Projekte auf eine sehr effiziente Weise voranbringen. Grundregeln sind z. B.

  • ein aussagekräftiger Betreff
  • eine klare Beschreibung des Anliegens
  • eine übersichtliche Gliederung des Inhalts, etc.

Tipp 3: Entwickeln Sie eine interne Richtlinie zur Verwendung von E-Mails

Sowohl eine überbordende Kontroll- und Absicherungsmentalität wie auch eine resonanzarme Kommunikationskultur führen dazu, dass die E-Mail-Kommunikation produktives Arbeiten erschwert. Damit die E-Mail-Kommunikation zur Wertschöpfung beiträgt, braucht es daher klare Richtlinien. In eine E-Mail Policy gehört beispielsweise:

  • Wer soll in welchen E-Mails in CC gesetzt werden?
  • In welchem Zeitraum sollten E-Mails bearbeitet werden?
  • Wie werden E-Mails empfängerfreundlich gestaltet?
  • Wann ist die E-Mail das falsche Medium und es braucht
    eine andere Kommunikationsform?

Regelverstöße sollten direkt an den Absender zurückgemeldet werden. Wenn eine solche Richtlinie nicht für das Gesamtunternehmen eingeführt wird, sollten Sie zumindest Absprachen für Ihren Bereich treffen, in welcher Form Delegationen, Reportings und Informationsweitergabe erfolgen sollen.

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