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Blogeintrag: Donnerstag, 14.06.2010
Wir alle haben beim Zeit- und Selbstmanagement gelernt: zur Belastung gehört auch Regeneration und Pausen. Es ist wie im Sport: Wenn ich hart trainiert habe, dann bringt es nichts, die nächste Trainingseinheit in die Regenerationsphase zu legen. Damit provoziere ich nur den Zustand des Übertrainings und senke damit meine Leistungsfähigkeit erheblich ab. Die nächste Trainingseinheit bringt nur etwas, wenn die Regeneration meines Körpers erfolgt ist.
Im Executive-Coaching erlebe ich häufiger die Frage: wie kann ich schneller, besser, wirkungsvoller entspannen? Natürlich, auch dazu gibt es Techniken – doch wenn die Belastungsgrenzen erreicht und überschritten werden, dann ist zuviel auch zuviel!
Wenn wir im Coaching dann weiter diskutieren, dann stellen wir häufig fest, dass die Anzahl der Projekte, die Art und Weise wie ich darin mit wie viel Zeitbudget involviert bin und vieles mehr vom einzelnen Manager überhaupt nicht mehr zu beeinflussen ist. Es sind vielmehr Rahmenbedingungen, die auch ihm vorgegeben sind oder zumindest vorgegeben scheinen und ihn sozusagen systematisch Richtung Burn-Out treiben.
In der Fachpresse ist hier bereits die Rede vom „erschöpften Unternehmen“. Was meint das? Durch die Vielzahl der Projekte, die häufig alle gleich wichtig sind und auch laufend Zuwachs bekommen, ist keine klare und fokussierte Strategie im Umgang mit diesen Projekten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich. Die Lösung findet sich demzufolge nicht auf der individualpsychologischen Ebene, sondern es ist eine Anfrage an das Management insgesamt.
Gibt es in Ihrem Haus ein Gesamtranking aller Projekte? Besitzt dieses Gesamtranking unterschiedliche Cluster (und ich gehe davon aus dass es zumindest 3 Cluster sein sollten)? Beerdigen Sie hin und wieder Projekte, die obsolet wurden? Und haben Sie das Ende eines Projektes nicht nur verkündet sondern auch gefeiert? Gerade das emotionale Beenden von Stressphasen wirkt sich unheimlich positiv auf die Psychohygiene der beteiligten Mitarbeiter aus.
Mit herzlichem Gruß, Ihr Stephan Teuber
Zum vorherigen Blogeintrag vom 10.06.2010:
Krank? Ab ins Bett.
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