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Blogeintrag: Mittwoch, 22.09.2010
Heute Vormittag durfte ich im Rahmen eines Gesundheits-frühstückes an der IHK-Reutlingen einen Vortrag über „gesunde Führung“ halten. Die Kernaussage war, dass es dabei um sechs Dimensionen geht. Hier sozusagen die Gesundheitserreger in Kürze:
1. Gesundheitsbewusstes Verhalten vorleben Die Führungskraft ist zwar Modell aber nicht „Vorturner“. Hier geht es v.a. darum in sich selbst reinzuhören und als Führungskraft in Kontakt mit sich selbst zu sein… dann funktioniert das auch mit den Mitarbeitern/-innen.
2. Für gesunde Arbeitsbedingungen sorgen Sollte sich eigentlich schon rumgesprochen haben. Hier ist normalerweise jeder Euro wegen des raschen ROIs sinnvoll investiert. Sollte der betroffene Mitarbeiter nur einen Tag weniger abwesend sein, rechnen sich hier schon viele Maßnahmen. Tip: auch ungewohnte Lösungen lösen; z.B. Stehschreibtische mit einem Laufband darunter – und dann beim Denken/Telefonieren/Surfen/Arbeiten gemütlich gehen und Kilometer machen.
3. Gutes Betriebsklima unterstützen Nicht um Konflikte herummanövrieren, sondern direkt und diskret thematisieren und einer Lösung zuführen. Gegenseitige Wertschätzung fördern und kontrolliert Raum für Befindlichkeiten geben.
4. Das berühmte offene Ohr Mehr zuhören anstelle einer Ansage. Ein offenes Ohr fördert das Wohlbefinden der Mitarbeiter, führt damit zu höherer Leistungsbereitschaft und Arbeitszufriedenheit und somit kommt am Ende für alle mehr dabei heraus. Und eine Anmerkung für Schwaben: das kostet auch nichts!
5. Verstehbarkeit, Sinn und Vertrauen herstellen Das Modell der Salutogenese bietet hier direkt Ideen für den Einsatz im Führungsverhalten und der Führungskommunikation.
6. Gesundheit zum Thema machen! Hier sollten nicht alle Mitarbeiter/-innen über einen Kamm geschoren werden, sondern: es gibt Gesunde und Kranke – mit hohen und niedrigen Anwesenheitszeiten. Adäquat und angemessen auf den Mitarbeiter zugehen ist das Erfolgsgeheimnis.
Wer sich näher für den Vortrag interessiert: hier sind die Folien zum Download eingestellt.
Mitarbeiter zur Gesundheit anstecken
Und da Gesundheit somit immer noch ein Führungsthema bleibt: hier ein kleiner Selbst-Check für Führungskräfte. Wie ansteckend bin ich in Bezug auf Gesundheit?
Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren!
Zum vorherigen Blogeintrag vom 13.09.2010:
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