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Blogeintrag: Montag, 24.10.2011
Früherkennung und Eigenverantwortung zur nachhaltigen Gesundheitssicherung, so der Titel des Beitrages von Helmut Siller und Jürgen Stierle in CFO aktuell vom Juni 2011 (www.controllingportal.de). Ich finde es spannend, dass Gesundheit in der Zwischenzeit auch unter Controlling-gesichtspunkten zum Thema wird. „Vernachlässigt wird (…) in aller Regel die Gesundheit der Mitarbeiter als wichtigster Einflussfaktor auf deren Produktivität und die Arbeits- und Leistungsqualität“ so die Autoren. Beide beschreiben dabei, in Anlehnung an die Arbeiten von Hurrelmann zu den Bedingungsfaktoren des Gesundheitsstatus die Aufgabe des Gesundheitsmanagements und des Gesundheitscontrollings.
Leider bleibt der Ansatz im wesentlichen der individuellen Sichtweise von Gesundheit verpflichtet. Zwar wird an einer Stelle kurz angedeutet, dass auch „Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitskultur“ eine Rolle spielen. Doch der Fragesstellung, wie Gesundheitskultur mit Führungskultur zusammenhängen mag, weichen die Autoren aus. Aus unserer Beratungserfahrung ist genau an dieser Stelle einer der Knackpunkte in der derzeitigen Diskussion um Gesundheit und Krankheit im betrieblichen Kontext!
Natürlich ist Gesundheit (auch) eine private Sache – aber eben nicht nur. Durch ihr Führungsverhalten stellen Führungskräfte einen entscheidenden Rahmenfaktor dar, innerhalb dessen die einzelnen Mitarbeiter/-innen ihr Gesundheits- und Krankheitsverhalten steuern. Der individuelle Alltag ist ja genau so, dass ich nicht immer 100% gesund oder krank bin, sondern mich irgendwo auf dem Kontinuum zwischen gesund und krank befinde. Und innerhalb dieses individuellen Bewegungsspielraumes wird es richtig spannend, wie meine direkte Führungskraft mich führt:
Aus Ihrer eigenen Erfahrung als Mitarbeiter/-in fallen Ihnen dabei sicherlich noch viele weitere Punkte ein. Ich würde es spannend finden, wenn sich Controlling an diese Facette der Gesundheit von Mitarbeitern/-innen heranwagt. Und dabei ist mir klar, dass das schwierig werden könnte. Doch „aiming high“ – warum nicht auch im Controlling?
Zum vorherigen Blogeintrag vom 13.10.2011:
Ethisches Handeln als Unternehmer
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