Blogeintrag: Mittwoch, 11.01.2012
HR-Trends für 2012
Die HAYS-Studie "HR-REPORT 2011" (eine anonymisierte, standardisierte Online-Befragung von 439 Entscheidern aus Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen mit Schwerpunkt auf Deutschland) ergab folgende Trends:
Die Führung innerhalb ihres Unternehmens zu stärken und auszubauen, ist für die befragten Entscheider das wichtigste HR-Handlungsfeld. Danach folgen die Mitarbeiterbindung und die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit. Dagegen spielt das „harte“ Thema Vergütungsmodelle keine Rolle.
Unternehmen haben nach ihrem eigenen Verständnis bereits ein modernes Führungsbild verankert, das Mitarbeitern Freiräume lässt und ein offenes Ohr für ihre Belange hat.
Bei den Megatrends und deren direkten Auswirkungen auf die Arbeitswelt wird die Geschlechterthematik deutlich weniger stark wahrgenommen als die steigende Komplexität der Arbeit, die Globalisierung sowie die Verdichtung von Arbeit. Auch der demografische Wandel hat nicht eine so hohe Bedeutung wie diese drei Themen.
Die lebenslange Beschäftigungsfähigkeit ist in der großen Mehrzahl der Unternehmen mittlerweile ein aktiver Part ihrer Personalpolitik.
Zur Bindung von Mitarbeitern setzen Unternehmen bei der jüngeren Generation vor allem auf Karriereperspektiven sowie Förder- und Entwicklungsprogramme. Dagegen spielt eine marktgerechte Entlohnung nur eine untergeordnete Rolle.
Weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen misst dem Thema „Work-Life-Balance“ eine große Bedeutung bei. Nichtsdestotrotz bieten fast alle Unternehmen hierfür eine Vielzahl an Maßnahmen an. Dabei steht die flexible Gestaltung der Arbeitszeit im Mittelpunkt.
Als neue Mitarbeiter suchen Unternehmen vor allem Fachkräfte und Hochschulabsolventen. Bei den Fachkräften ist der Bedarf im Vertrieb am höchsten.
Die bevorzugten Rekrutierungswege sind – nach wie vor – die Jobportale im Internet, gefolgt von Stellenanzeigen in Printmedien und der eigenen Karriere-Website. Social Media gewinnen bei der Suche nach jüngeren Mitarbeitern an Bedeutung.
Bei ihrer Rekrutierung konzentrieren sich Unternehmen überwiegend auf den regionalen bzw. überregionalen Arbeitsmarkt. Nur eine kleine Minderheit rekrutiert international. Während im Jahr 2008 vor allem in Osteuropa gesucht wurde, ist es nun vorrangig das deutschsprachige Ausland. Die Rekrutierung in Großbritannien und den Benelux-Ländern spielt im Vergleich zu 2008 keine Rolle mehr.
Ein knappes Drittel der befragten Unternehmen hat HR-Prozesse ausgelagert. Dies betrifft in allererster Linie das Entgeltmanagement. Etwas mehr als ein Drittel verfügt im HR-Bereich über Shared Service Center – vor allem für die Personalverwaltung.
Hier die vollständige Studie zum Download.
Zum vorherigen Blogeintrag vom 03.01.2012:
Trend setzt sich fort – der Krankenstand steigt in ersten drei Quartalen 2011
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