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Blogeintrag: Montag, 20.02.2012
Bundesminister Philipp Rösler von der FDP sagte dieser Tage zur Eröffnung einer Konferenz in Wittenberg: "In der Sozialen Marktwirtschaft übernimmt der Wettbewerb eine zentrale ethische Funktion. Er fördert das Wachstum, das Grundlage für Fortschritt und sozialen Ausgleich ist. Soziale Marktwirtschaft und Wachstum gehen Hand in Hand. Zu den Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft gehört ein verantwortlicher Umgang mit Freiheiten und Vertrauen in marktwirtschaftliche Prozesse. Soziale Marktwirtschaft kann nur erfolgreich sein, wenn alle aktiv an ihrem Gelingen mitwirken. Das gilt für Unternehmer, Beschäftigte, politische Gestalter und Verbraucher gleichermaßen“ (www.fairness-stiftung.de).
Schon im ersten Satz irrt Rösler. Der Wettbewerb in der Sozialen Marktwirtschaft ist das Handlungsfeld, dass durch die Ethik im Sinne der Erarbeitung von allgemeingültigen Normen und Werten betrachtet werden sollte. Und ob Wachstum wirklich die Grundlage für Fortschritt und sozialen Ausgleich ist – auch darüber lässt sich trefflich streiten. Häufig ist Fortschritt und sozialer Ausgleich ja gerade das Gegenteil von Wachstum – z.B. der sparsame Einsatz von Ressourcen und der Rückbau von Infrastruktur, der ein an den Menschen angepasstes Leben ermöglicht.
Rösler bleibt in seinem Denken „innerhalb der Box“ – und die Themen bei der Arbeit, die uns wirklich beschäftigen sind häufig leichter mit einem Denken „out of the box“ voranzutreiben. Ist Wettbewerb wirklich die passende Triebfeder. Oder geht es eher um Synergie, Kollaboration…?
Zum vorherigen Blogeintrag vom 10.02.2012:
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