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Stephan Teuber und Artur Schmidt

Change Events: Wandel sinnlich erfahrbar machen

von Artur Schmidt und Stephan Teuber | 15.07.2009

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Multimediales ZukunftsszenarioMultimediales Zukunftsszenario

Sense of Urgency kommunizieren

Stellt man sich einen Veränderungsprozess wie einen Trichter vor, so steht an der oberen, breitesten Stelle die allgemeine Akzeptanz stetiger Veränderung. Folgt man dem Trichter zu seiner engsten Stelle, muss nun der konkrete Veränderungsdruck kommuniziert werden, um eine Veränderungsbereitschaft herzustellen. Der Vorstand der Allianz Deutschland AG IT bezog eindeutig Position: „Der Wandel ist in vollem Gange, wir haben schon einiges erreicht, aber wir sind noch lange nicht am Ziel.“ Nach der Würdigung des Ist-Zustandes formulierte er eindeutig seine Erwartungshaltung an die Führungskräfte angesichts der anstehenden Herausforderungen. Er benannte die Bedeutung der Veränderung für jeden einzelnen, was sie seiner Meinung nach bräuchten, um weiterhin gut durch den Change zu kommen und sich wechselnden, nicht beeinflussbaren Rahmenbedingungen anzupassen.

Der IT-Vorstand zum VeränderungsdruckDer IT-Vorstand zum Veränderungsdruck

Bei der Vorstandrede kam ein TED-System zum Einsatz, um schnell Stimmungen einzufangen und die Teilnehmer an Befragungen zu beteiligen. Die Stimmungs- und Meinungsbilder konnten schnell gezeichnet und die Ergebnisse unmittelbar darauf in Workshops und Kleingruppendiskussionen weiterverarbeitet werden.

Was sich ändert und was wir ändern müssen

Immer wieder bekamen die Mitarbeiter Zeit und Raum zur Resonanz auf das Gehörte. Indem sie ihre Bedenken und Zustimmungen formulierten und darüber diskutierten, waren die Mitarbeiter bereits aktiv in der Verarbeitungsphase. Im konkreten Fallbeispiel geschah dies durch Aufteilung der Gruppe in mehrere Kleingruppen. Die Fragestellung, die diskutiert wurde, lautete: Wo stimmen wir zu, was sehen wir anders? Die Ergebnisse wurden festgehalten und für die spätere Stellungnahme der obersten Führungsriege aufbereitet.

Talkrunden: Modelle für Veränderungsbereitschaft

Die Führungsrunde nahm unter Moderation von Loquenz-Geschäftsführer Stephan Teuber Stellung zu den Ergebnissen aus den Diskussionsrunden. Zwischenfragen waren erlaubt, und die Teilnehmer machten regen Gebrauch davon. Neben der Würdigung der Mitarbeit dient dies gleichzeitig zur Demonstration von Geschlossenheit seitens der Führungskräfte und richtet alle Beteiligten auf die Veränderung aus. Für die Zuhörer war es zudem hoch interessant, in den sehr authentischen Statements einen Einblick in das Mind Set ihrer Führungsmannschaft zu bekommen. Diese Modelle für einen produktiven Umgang mit Veränderungen waren hilfreich für die Veränderungsbereitschaft jeder einzelnen Führungskraft.

TalkrundeTalkrunde

Change am eigenen Leib

Zur Verstärkung der persönlichen Veränderungsbereitschaft erhielten die Führungskräfte zu Beginn des zweiten Tages die Gelegenheit zu einem persönlichen Experiment. Es galt für jeden Einzelnen etwas Neues und Ungewohntes zu testen sowie die IT Community in einer anderen Form zu erleben. Ausprobiert wurde in verschiedenen Workshops Yoga, Theaterspielen, Malen wie Bob Ross, Poker, Karaoke, Spielen mit der Wii-Konsole und vieles mehr. Viele nahmen die positive Erfahrung mit, dass „etwas Neues tun“ bereichert und sowohl die geistige Flexibilität als auch die körperliche Robustheit erhöht.

Change am eigenen LeibChange am eigenen Leib

Fitness der Mitarbeiter als Erfolgsfaktor Nummer 1

Abschließend identifizierte die Allianz-IT die zentralen Change-Erfolgsfaktoren. Konkrete Fragestellungen für die Kleingruppen waren:

  • Was sind meine ganz persönlichen Erfolgsfaktoren für den Change?
  • Was werden bei der Allianz-IT wichtige Erfolgsfaktoren sein?

Fitness, Kompetenz und Vernetzung waren die drei am häufigsten genannten Faktoren. Weitere Faktoren betrafen u. a. die Faktoren Veränderungsbereitschaft, Change Kommunikation und Mover & Improver Eigenschaften.

Das Ergebnis zeigt, dass eine mitarbeiterorientierte Kultur sowie das Entwickeln einer Wir-Mentalität zentrale Kriterien sind, um die zukünftigen Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. So spiegelten sich die anvisierten Ziele der Veranstaltung, das Stärken des Community-Gedankens und der Veränderungsbereitschaft, in den erarbeiteten Erfolgsfaktoren wieder. Die Führungskräfte konnten sich mit dem Ergebnis, das per TED-Abstimmung live bewertet wurde, identifizieren. Die Ergebnisse wurden im Anschluss der Veranstaltung in die bereichspezifischen Runden hineingetragen und auf der Mitarbeiterebene weiter bearbeitet.

 




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