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Daniela Himmelreich

Demografischer Wandel – Fluch oder Chance?
Betriebliches Gesundheitsmanagement: Nutzen, Instrumente, Potenziale

von Daniela Himmelreich und Sina Pustal | 23.03.2007

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Aber: In 18 % der Betriebe zeigen sich keine Unterschiede bei den Altersgruppen und in 38 % der Betriebe haben die Älteren sogar einen niedrigeren Krankenstand als ihre jüngeren Kollegen und Kolleginnen. Alles Zeichen dafür, dass Maßnahmen und Programme zum langfristigen Erhalt der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmer geeignet sind, einige Gesundheits- und Motivationspotenziale zu heben.

Betriebliches Gesundheitsmanagement - ein ÜberblickEinteilung des systematischen Betrieblichen Gesundheitsmanagements in drei Handlungsfelder (Loquenz Unternehmensberatung GmbH, Darstellung gemäß Pfaff/Slesina 2001)

Gesundheitsmanagement und Führungskompetenz

Die Abbildung macht deutlich, dass ein Betriebliches Gesundheitsmanagement mehr sein muss als die klassische betriebliche Gesundheitsförderung (bspw. durch Gesundheitstage, Raucherentwöhnungskurse, Rückenschulen, Gesundheitszirkel) oder Investitionen in Arbeits- und Gesundheitsschutz. Das wirkungsvollste Handlungsfeld im Betrieblichen Gesundheitsmanagement ist die Führungskompetenz, weil Führungskräfte zusätzlich Impulse im Bereich der Gesundheitsförderung und des Gesundheitsschutzes geben können. Sie haben Einfluss auf die motivationsbedingte Abwesenheit der Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen und damit auf die Entscheidung, ob die Mitarbeiter zur Arbeit gehen oder sich dagegen entscheiden. Schließlich prägen sie als Führungskräfte das unmittelbare Arbeitsumfeld entscheidend mit.

Fehlzeiten reduzieren - ein ÜberblickDie Zusammensetzung der Fehlzeiten im Überblick

Bausteine eines effektiven „Age Managements“

Am Anfang eines „Age Managements“ steht die Alterstrukturanalyse, um den Bedarf der passgenauen Maßnahmen planen zu können. Dann können die Tools eines wirksamen Changes formuliert und umgesetzt werden. Dabei umfasst ein ganzheitliches „Age Management“ im Unternehmen folgende Handlungsfelder:

Age ManagementÜberblick des Age Managements als ganzheitlicher Ansatz in Anlehnung an: BAUA 2006

Die Herausforderung der erfolgreichen Integration der Generation 50plus ist die Personalentwicklungsaufgabe des nächsten Jahrzehnts. Es gilt, ältere Arbeitnehmer kontinuierlich weiterzubilden und zwar mit Lernmethoden, die der „Aging Workforce“ angemessen sind. Neue Motivationsanreize, die nicht unbedingt finanzieller Natur sind, sollten geschaffen und die Arbeitsbereiche altersgerecht angepasst werden. Nur so kann die Bevölkerungsentwicklung positiv auf die Unternehmensentwicklung wirken. Wird dieser Ansatz im Leitbild verankert und gelebt, d. h. von allen Unternehmensangehörigen auch akzeptiert, steht dem Gelingen des Wandels, und damit ist nicht nur der demografische gemeint, nichts mehr im Wege. Denn: Gesunde, leistungsbereite Mitarbeiter stehen für eine gesunde Organisation mit Entwicklungsperspektiven.

 



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