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Wer fragt, der führt – diese Weisheit gilt auch für das Coaching. Fragekompetenz ist das A und O, um den Coachee in einen inneren Lösungs-Suchprozess zu führen. Dieser Suchprozess über Fragen ist für den Coachee intensiver und daher im Sinne einer „Hilfe zur Selbsthilfe“ nachhaltiger, als wenn ich als Coach „mein Patentrezept“ verrate. Um den Coaching-Prozess effektiv gestalten und strukturieren zu können, ist es notwendig, dass der Coach sehr flexibel die Ressourcen- und Lösungssuche des Coachee unterstützt. Für den Coach ist dabei eine neugierige emotionale Grundhaltung hilfreich: „Ich finde es spannend, was dem Coachee zur Lösung einfallen wird!“ Methodisch bietet der Lösungsraumwürfel mit drei Dimensionen ein hilfreiches Denkmodell.
Zeitschiene:
Vergangenheit/Gegenwart/Zukunft
Wahrnehmungsposition:
Ich-/Du-/Meta-Position
Logische Ebenen:
Umwelt/Verhalten/Fähigkeiten/Werte + Überzeugungen/Identität/Mission
LösungsraumwürfelMit diesem Denkmodell erhält der Coach 3 x 3 x 6 = 54 Ansatzpunkte für hilfreiche Fragen bei der Ressourcen- und Lösungssuche, die bewusst angesteuert werden können.
Stellen Sie immer nur eine Frage auf einmal und warten Sie auf die Antwort. Schieben Sie keine Erklärung Ihrer Frage hinterher, sondern fragen Sie einfach. Am besten ist es, dabei ähnliche Worte wie Ihr Coachee zu wählen – z.B. wenn der Coachee von Gelassenheit spricht, sprechen Sie nicht von Entspannung. Hilfreich ist es, sich auf die jeweils letzte Antwort des Coachee zu beziehen - dies zeigt, dass Sie als Coach zugehört haben. Die Fragen sollten möglichst als offene Fragen formuliert sein und nicht Ihre Weltanschauung oder Interpretation beinhalten: „Das muss sicherlich schrecklich für Sie gewesen sein, dass Sie die Stelle nicht bekommen haben“ – vielleicht war es für den Coachee auch eine Befreiung?
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Zur Gegenwart:
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