16.06.2017

Der Positiv-Effekt – Kommentar zum Buch

Mit einer Umstellung der Einstellung das Management revolutionieren, Sven C. Voelpel

Der Positiv-Effekt: Optimismus lohnt sich!

In der Beratung höre ich immer ´mal wieder, die positive Grundeinstellung zu dem Mitwirken- und Mitgestalten-Wollen der Mitarbeiter/-innen sei naiv oder typisches Gutmenschentum. Die Mitarbeiter/-innen würden, wenn es die Chance dazu gibt, immer den persönlichen Nutzen vor das betriebliche Ziel stellen. Sven C. Voelpel zeigt über 200 Seiten auf:

  • dass diese Grundeinstellung den Mitarbeiter/-innen nicht gerecht wird und
  • wie das Miteinander im Betrieb anders gestaltet werden kann.

Seine Grundthese: Die wertschöpfende Veränderung eines Individuums, einer Gruppe von Menschen oder Organisationen wird durch die bewusste oder unbewusste Verarbeitung von eigenen oder fremden optimistischen Einstellungen, Emotionen und/oder Handlungen hervorgerufen. Dies nennt er den Positiv-Effekt, den er mit zahlreichen Beispielen illustriert und mit einem Selbsttest dafür sensibilisiert. Die Treffgenauigkeit des Selbsttest hat mich insbesondere in den Bereichen überrascht, die ich nicht so gerne wahrhaben möchte.

Warum sollte man an seiner persönlichen Grundeinstellung arbeiten? Weil das Unbewusste eine stark unterschätzte Wirkung auf das Ergebnis hat. Letztendlich lässt es sich mit Konfuzius wie folgt ausdrücken: „Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden zu Handlungen. Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal“ (S. 34). Und wenn ich meine Gewohnheiten verändern möchte, ist der Hinweis auf das mentale Kontrastieren (http://blick-heben.com/kognitives/mental-contrasting-positiv-denken-alleine-fuehrt-nicht-zum-ziel) äußerst hilfreich.

Wenn ich als Führungskraft entsprechend positiv gestimmt bin, kann ich auch auf meine Mitarbeiter/-innen entsprechend zugehen. Voelpel nennt dies „posivites Priming“. Die Wirkungen von Priming sind gut nachgewiesen. Insofern kann man dieser Argumentation nur folgen. Das IMPULS-Modell stellt sozusagen das Rezept für die Umsetzung des positiven Primings dar. Ob das darauffolgende Kapitel über Teamentwicklung und Teamdynamiken für die Hinleitung zur wertschöpfenden Unternehmenskultur notwendig ist, darüber kann man geteilter Meinung sein. Auch die Ausführungen zur positiven Strategieentwicklung wirken recht allgemein; hier wäre mehr Bezug zum Thema positive Grundhaltung hilfreich. Die Unternehmensbeispiele im abschließenden Kapitel machen Lust auf mehr.

Fazit:

Das Buch macht Lust auf mehr, wenn auch mit kleinen Einschränkungen.

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