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ist die Vorlauf- oder Auftaktphase eines Gesundheits- und Fehlzeitenprojekts. Entscheidend für den Projekterfolg ist, wie gut die interne Kommunikation gesteuert wird. Im Sinne des Agenda-Setting-Ansatzes kann eine intensive Kommunikation und Berichterstattung bewirken, dass sich die Mitarbeiter/-innen mit dem Thema Gesundheit auseinander setzen und ihm eine hohe Bedeutung zumessen. Dabei ist beim Thema Gesundheit beziehungsweise Fehlzeiten viel Fingerspitzengefühl gefragt! Projektverantwortliche unterschätzen vor allem die geballte Kraft der Vorurteile und Emotionen, die mit den Begriffen Fehlzeitenreduzierung oder auch Rückkehrgespräche verbunden sind. Ergebnis: Noch vor Projektbeginn genießt selbiges einen zweifelhaften bis unerhörten Ruf: Keiner mag mitmachen bei der „Jagd auf Kranke“ seitens des Arbeitgebers! In diesem Zusammenhang wollen wir nicht verschweigen, dass es aktuell und in der Vergangenheit durchaus Fehlzeitenprojekte in Unternehmen gegeben hat, auf die das Etikett „Jagd auf Kranke“ durchaus zutraf oder zutrifft. Allzu häufig werden jedoch sinnvolle arbeitgeberseitige Gesprächs- und Gestaltungsangebote schlecht geredet und der Projektverlauf erschwert.
Die zukünftige Projektleitung (Führungskraft oder Personalleitung/-referent/-in) sollte sich in aller Stille und Breite vorab informieren. Projektberichte von und persönliche Gespräche mit Unternehmensberatern (!), Beiträge in Fachzeitschriften, Buchpublikationen oder auch eine Internetrecherche bereiten auf die Tücken des Projektmanagements in Sachen Gesundheit und Fehlzeiten vor. Empfehlenswert ist auch eine Beschäftigung mit den Zahlen. Wie hoch liegen die Fehlzeiten? In welchen Bereichen gibt es Auffälligkeiten? Was könnten die Ursachen für diese Auffälligkeiten sein? Ziel ist es, Schritt für Schritt die Thematik und die ganz spezifische betriebliche Ausgangssituation zu erfassen.
Klar ist, ein Gesundheits- und Fehlzeitenprojekt geht alle an! Daher sollten auch alle betrieblichen Gruppierungen an einem solchen Projekt beteiligt und von der „Gesundheitssache“ überzeugt sein.
Eine durchweg überzeugte Führungsriege sorgt im Projektverlauf für die notwendige Unterstützung und die nötige Rückendeckung. Für den richtigen Stellenwert des Projekts im Unternehmen eignen sich „Erfahrungen am eigenen Leib“. Denn nicht selten handelt es sich bei der Führungsriege um einen recht „unvernünftigen“ Personenkreis, was Ernährung, Stressreduktion und körperliche Bewegung angeht. Work-Life Balance ist (noch) ein Fremdwort zu Lasten der Gesundheit. Bewusst oder unbewusst werden ungesunde Verhaltensweisen auch bei Mitarbeiter/-innen und nachgeordneten Führungskräfte vorausgesetzt: Kurzum: dieser Personenkreis prägt eine ungesunde – alles andere als weitsichtige – Unternehmenskultur. So ist ein Wochenende in ärztlicher Begleitung unter ihresgleichen idealer Ausgangspunkt für ein Gesundheitsprojekt und eine Einstellungsänderung weg vom Workoholic! Ein paar Sätze Tacheles aus ärztlichem Mund hat schon so manchen dauerhaften Sinneswandel im Lebensstil bewirkt!
Wichtigstes Organ bei der betrieblichen Meinungsbildung ist die Mitarbeiter/innenvertretung. Ein Gesundheits- und Fehlzeitenprojekt an dieser Institution vorbei ist daher mehr oder weniger zum Scheitern verurteilt. Eine Präsentation oder eine Gesprächsrunde muss daher gut vorbereitet werden. Wir empfehlen an dieser Stelle ein Kurzcoaching für die Projektleitung (ca. 2 Stunden) durch eine/n externe/n Berater/-in, um diesen Auftritt so überzeugend wie nur möglich zu gestalten und die Mitarbeitervertreter/- innen für das Projekt und die Projektmitarbeit zu gewinnen.
Ein rundum positiv besetzter Projektauftakt für alle Mitarbeiter/-innen ist ein Gesundheitstag. Dabei kann es nicht darum gehen, dass die Verantwortung für das persönliche Wohlbefinden vom Arbeitgeber übernommen wird. Arbeitgeber setzen zu Recht auf den Anregungs- und Aktivierungseffekt eines solchen Events. Das Programm wird selbstverständlich an die Belastungsfaktoren im Unternehmen angepasst und reicht vom Gesundheitscheck über Informationen zu gesunder Ernährung und Office-Fitness bis hin zu Informationen zur Stressreduzierung. Praktische Übungen und theoretische Beiträge halten sich die Waage, so dass die Teilnehmer immer wieder die Möglichkeit haben, Übungen auszuprobieren und persönliche Ansatzpunkte für einen gesünderen Alltag zu entdecken.
Ein Gesundheitstag ist der ideale Auftakt zu einem Gesundheitsprojekt im Unternehmen. Denn in einer lockeren, entspannten Atmosphäre sorgt ein Gesundheitstag für einen differenzierten Zugang zum Themenkomplex Gesundheit, Krankheit und Fehlzeiten. Er schafft ideale Voraussetzungen für eine konstruktive Zusammenarbeit aller am Projekt beteiligten Personen und Gruppen. Ist mit obigen Veranstaltungen und Mitteln ein positiver Projektauftakt geglückt, fällt die konkrete Projektarbeit zum Beispiel in der Projektgruppe sehr viel leichter. Ein reibungsloser Arbeitsstil, führt zu konstruktiven Ergebnissen und deren schnelle Umsetzung in passende Maßnahmen für das gesamte Unternehmen.
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