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Wer kennt es nicht: Mehr oder weniger begeistert wird etwas Neues in Angriff genommen, aber nach einiger Zeit ist irgendwie die Luft raus? Auch bei Veränderungsprozessen in Unternehmen lässt sich die Motivation von Mitarbeitern anfangs in Schwung bringen – doch allzu häufig versinkt sie nach kurzer Zeit wieder im Dornröschenschlaf. Lassen sich Mitarbeiter überhaupt dauerhaft motivieren? Nutzen Sie die Chance, im Change Management die Mitarbeitermotivation dauerhaft zu beeinflussen. Erkenntnisse aus der Motivationstheorie zeigen, wie das gehen kann:
Der Motivationstheoretiker Frederik Herzberg unterscheidet „Motivation“, die durch Druck von außen zustande kommt, von Motivation, die sich aus einem inneren Antrieb einstellt. Dauerhaft wirksam ohne „Energiezufuhr“ von außen ist nur die Selbstmotivation durch inneren Antrieb. Allerdings müssen zunächst die äußeren Bedingungen stimmen, damit keine Unzufriedenheit entsteht. Herzberg nennt diese Bedingungen Hygienefaktoren. Dazu zählt er z.B. interne Organisation, Dienstaufsicht, Arbeitsbedingungen und Bezahlung. Um dauerhafte Selbstmotivation zu erreichen, müssen die tief liegenden Bedürfnisse der Mitarbeiter, nämlich etwas zu leisten und sich zu verwirklichen, erfüllt werden – erst sie machen den Mitarbeiter zufrieden. Herzberg nennt diese Faktoren Motivatoren. Dazu gehören Erfolg, Anerkennung von Leistung, Arbeitsinhalte, Verantwortung, Vorwärtskommen und Entwicklung.
Aufgabe der Führungskraft ist es einerseits, das Umfeld z.B. durch angemessene Bezahlung und funktionierende Arbeitsmittel so zu gestalten, dass Frust vermieden wird. Andererseits muss die Führungskraft das Bedürfnis der Mitarbeiter, gute Arbeit und hohe Leistung zu erbringen, nicht nur fordern, sondern anregen und fördern.
Nicht jeder Mensch hat die gleichen Ziele und Bedürfnisse! Über einen Coachingkontakt können Sie als Führungskraft die Vorstellungen und Bedürfnisse der eigenen Mitarbeiter kennen lernen – besonders wichtig sind dabei berufliche Ziele und Vorbilder. Nur so können Sie die persönlichen Motivatoren Ihrer Mitarbeiter gezielt ansprechen. Setzen Sie diese auch in der Zielvermittlung ein! Um den Mitarbeitern Ziele näher zu bringen, sollten möglichst viele Sinne aktiviert werden. Verwenden Sie sprachliche und visuelle Bilder oder lassen Sie Ihre Mitarbeiter Ziele illustrieren. Nehmen Sie sich für die Zielvermittlung Zeit – denn nur gefühlte Ziele wirken, die Verstand und Gefühl ansprechen.
Erfolge dürfen nicht im Alltag untergehen, sie müssen erlebt werden können. Kleine konkrete und erreichbare Schritte helfen dabei mehr, als gleich den ganzen Gipfel erstürmen zu wollen. Wichtig ist es, immer im Blickfeld zu behalten, was für einen bestimmten Mitarbeiter machbar ist. Beachten Sie Zeithorizont und Erfolgswahrscheinlichkeit. Misserfolg lässt sich nicht vermeiden, doch man kann helfen, ihn zu akzeptieren und zu verarbeiten. Motivation wird dauerhaft, wenn Mitarbeiter schon vorher darauf vorbereitet sind, Durststrecken durchzuhalten.
Der Erfahrungsaustausch unter den Mitarbeitern kann entscheidende Impulse liefern. Hilfreich sind hierbei kollegiale Netzwerke. Vorbilder sollten gezielt genutzt und Erfolgsstories unter den Mitarbeitern ausgetauscht werden. Schaffen Sie eine motivierende Umgebung, indem Sie viel visualisieren und Störendes beseitigen. Vor allem sollten Sie Ihren Mitarbeitern einen persönlichen Entschluss abverlangen. Ein klares, öffentliches Commitment stärkt die Umsetzungskraft. Der Weg zu langfristig motivierten Mitarbeitern ist kein leichter – doch er lohnt sich!
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