icon-mail office@loquenz.de icon-fon 0711 7585778-70 icon-fax 0711 7585778-50

Claudia Heizmann

Der Wolf im Schafspelz - internes oder externes Coaching?

von Claudia Heizmann | 12.03.2007

[ als PDF downloaden ]
 


Tipps !

Wann ist es ratsam, einen externen Coach zu beauftragen?

  • Das Verhältnis der Führungskraft zum Mitarbeiter/zur Mitarbeiterin ist angespannt
  • Der/die Mitarbeiter/-in ist eher verschlossen, zögernd und zurückhaltend
  • Der/die Mitarbeiter/-in bleibt auf der Sachebene
  • In nächster Zeit steht eine Beurteilungssituation an
  • Es besteht eine Krisensituation, persönlich oder im Unternehmen
  • Ausweichende Antworten des Mitarbeiters auf Zielfragen
  • Der/die Mitarbeiter/-in lehnt Ziele ab

Die Unternehmenskultur ist geprägt durch Hierarchie- und Statusdenken Wann könnte Coaching durch die Führungskraft passen:

  • Der/die Mitarbeiter/-in spricht ein Anliegen von sich aus an
  • Es geht um ein Entwicklungsthema
  • Der/die Mitarbeiter/-in erzählt bereitwillig von dem, was ihm dazu durch den Kopf geht
  • Die Beziehung ist von Vertrauen und Offenheit geprägt
  • Die gelebten Werte im Unternehmen sind entwicklungsorientiert, mit Fehlern wird konstruktiv umgegangen
  • Es bestehen eher flache Hierarchien
  • Es besteht Achtung und Sympathie zwischen Mitarbeiter/-in und Führungskraft

Coachingtechniken für Führungskräfte „by-the-Way“

Ein intensiver Coachingprozess zwischen Mitarbeiter/-in und Führungskraft ist mit Vorsicht zu genießen und in einigen Konstellationen völlig ausgeschlossen. Dennoch: Viele Coachingtechniken lassen sich unbemerkt “by-the-Way”, das heißt, ohne explizite Coachingvereinbarung, einsetzen und sind dennoch sehr hilfreich, um ein Mitarbeitergespräch konstruktiv zu gestalten oder Entwicklungsprozesse zu forcieren. Es ist daher für Führungskräfte auf jeden Fall ratsam, wirksame Coachingtools zu erlernen! Die wichtigsten Coaching-Interventionen beziehen sich auf sprachliche Wendungen wie z.B. Fragetechnik. Ähnlich wie bei den von Manfred Prior beschriebenen MiniMax-Interventionen geht es darum, mit kleinen Interventionen das Gegenüber in den Lösungsraum zu lenken. Die wichtigste Eigenschaft ist es, auch bei komplexen Themen einfach zu bleiben, denn „Einfach zu bleiben verlangt ein großes Maß Disziplin und großes Können“ (Szabo/Kim Berg 2006). Die Coachingtechniken „by-the-Way“ sind relativ schnell erlernbar und von jedem unauffällig anwendbar. Die Interventionen sind von großer Wirkung, da Widerstände in Gesprächen abgebaut werden oder erst gar nicht entstehen. Das Augenmerk liegt dabei auf Lösungsorientierung und konstruktiven Frageformen mit dem Ziel, die Arbeit zu erleichtern.

Den Dreh hinbekommen

Es geht letztlich bei allen Interventionen darum, das Gespräch und das Denken in eine nützliche Richtung zu lenken und in lähmenden Problemsituationen immer wieder den Dreh in Richtung Lösungssuche zu schaffen. Das können Sie jederzeit und überall tun. Dennoch: Coachinginterventionen „by-the-Way“ sind natürlich kein Ersatz für einen Coachingprozess! Bei vielen Themen und Konstellationen im Unternehmenskontext macht es daher Sinn, ein externes Coaching in Anspruch zu nehmen. Interventionen sind bestimmte Formulierungen, Reframings (d.h. Probleme in einem anderen Licht sehen, z.B. eine Krise als Lernchance begreifen) und Fragen, die in Richtung Lösung zielen. Dies funktioniert sowohl in expliziten Coachingsitzungen wie auch „by-the-Way“ in Mitarbeitergesprächen oder Teamsitzungen. Und wie bei allen Führungsthemen gilt ganz im lösungsorientierten Sinne: Es geht nicht um richtig oder falsch, es geht um Feedback. Wenn Sie merken, dass es funktioniert, machen Sie mehr davon. Wenn es nicht funktioniert, probieren Sie etwas anderes!

 


Kontakt | Impressum

Logo Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V.

Loquenz Unternehmensberatung GmbH
Max-Eyth-Str. 13
70771 Leinfelden-Echterdingen

icon-mail office@loquenz.de
icon-fon 0711 7585778-70
icon-fax 0711 7585778-50