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Stephan Teuber

Internes Markenmanagement

von Stephan Teuber | 08.12.2007

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Internes Markenmanagement

Viele Mitarbeiter verhalten sich nach Markenstrategiewechseln oder Fusionen nicht „markengerecht“. Häufig ist mangelnde Kommunikation mitverantwortlich. Die Mitarbeiterkommunikation ist eine wichtige Voraussetzung für einen reibungslosen Ablauf der Geschäftsprozesse. Professionell betriebene, strategisch angelegte interne Kommunikation ist oft nicht nur ein Erfolgs-, sondern sogar ein Überlebensfaktor geworden. Wenn Mitarbeiter Entscheidungen nicht verstehen und sich schlecht informiert fühlen, sinken Motivation und Leistungsbereitschaft. Das macht sich früher oder später auch am Kunden bemerkbar!

Vielfalt, Interaktivität und kontinuierlicher Dialog

Effektive Markenbildungsprogramme spiegeln die Vision des Unternehmens wider und nutzen die Vielfalt von Erfolgsstories, die täglich im Unternehmen geschrieben werden. Dadurch wird ein Bezug zur täglichen Arbeit der Mitarbeiter hergestellt. Vielfalt, Interaktivität und kontinuierlicher Dialog mit den Mitarbeitern ist ein wichtiger Erfolgsfaktor der internen Markenbildung. Dazu können zahlreiche unterschiedliche Kommunikationsinstrumente genutzt werden. Die meisten Unternehmen verschenken diese Möglichkeiten, indem sie sich ausschließlich auf das Intranet oder die klassische Mitarbeiterzeitung konzentrieren. Die Mediennutzung geht dabei häufig nicht über eine Vermittlung von Produktdatenblätter hinaus.

Instrumente des internen Markenmanagements

Die interne Markenbildung braucht eine Streuung über viele verschiedene Instrumente, um effektiv und erfolgreich zu sein. Statt der klassischen Kommunikation auf vertikaler Ebene muss der Dialog mit den Mitarbeitern auf horizontaler Ebene gefördert werden. Erst dieser Austausch ermöglicht eine ständige Reflexion der Markenidentität. Interaktive, webbasierte Technologien bieten heute vielfältige Konversationsmöglichkeiten. Sie ermöglichen es den Nutzern, Meinungen und Dokumente auszutauschen. Ferner kann sich jeder Nutzer im Selbststudium über die markenstrategischen Initiativen informieren. Gemeinschaftliches Lernen, z.B. Action Learning hat sich zudem als besonders effektiv erwiesen. Statt abstrakter Theorie findet ein kontinuierlicher Dialog über die strategische Richtung und die Markenidentität statt. Die Inhalte der Strategie werden an Hand konkreter Fragestellungen angewendet und vertieft. Diese Methode bietet sich zunächst auf der Ebene des Top-Management an. Um weitere Ebenen der Organisation einzubeziehen, werden Dialogbasierte Kommunikationsprogramme verwendet. Die Verbindung von beiden erzielt ein deutlich höheres Commitment bei Mitarbeitern, da sie an ihretägliche Arbeit anknüpft.

Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor

Die meisten Initiativen der internen Markenbildung scheitern an ihrer Kurzfristigkeit. Das interne Markenmanagement muss langfristig, regelmäßig und verantwortungsbewusst initiiert werden. Wichtig ist die ständige Vermittlung der aktuellsten und relevantesten Informationen. Die Botschaften der Marke müssen sich dabei in den täglichen Arbeitsablauf der Mitarbeiter einfügen, damit die Akzeptanz des Programms gewährleistet ist. Auf keinen Fall sollte zu spät oder nur unzureichend über die Markenstrategie informiert werden!

Fazit

In Bezug auf interne Markenbildung besteht in vielen Unternehmen ein großer Nachholbedarf. Doch gerade die Einbindung der Mitarbeiter verhilft der Markenstrategie zu ihrem Erfolg. Durch den Zusammenhang mit ihren eigenen Aufgaben begeistern sich die Mitarbeiter für die Markenstrategie und können in einen kontinuierlichen Dialog eintreten. Dazu muss die interne Kommunikation gefördert und ausgebaut werden! Das ist eine Investition, die sich langfristig lohnt: Mit der Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter steigt die Attraktivität des Unternehmens und der Marke aus der Kunden- und Bewerbersicht.

 



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