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Stephan Teuber

Die sieben Irrtümer der Mitarbeiterbindung

von Stephan Teuber | 19.10.2005

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Im Dschungel der Ratschläge Nahezu unüberschaubar sind die Ratschläge und Empfehlungen, die hinsichtlich erfolgreicher Mitarbeiterbindung und Mitarbeiterentwicklung verbreitet werden. Nicht selten führt dieser Umstand zu Unsicherheit und dem Gefühl der Überforderung: Welche Ratschläge sollte man befolgen? Wie kann man damit möglichst große Effekte erzielen? Was gehört wirklich in den Aufgabenbereich einer guten Führungskraft? Diese Zweifel sind durchaus angebracht, denn tatsächlich entpuppen sich viele empfohlene Strategien häufig als Irrtümer:

5. „Führungskräfte loben zu wenig“

Mitarbeiter brauchen die Anerkennung ihrer Leistung auch und gerade von Seiten der Führungskräfte. Doch viele Führungskräfte loben falsch: Durch ein pauschales, problemorientiertes, personenbezogenes Lob erreicht man viel weniger wie durch ein konkretes, lösungssuchendes und verhaltensbezogenes Feedback. Statt Lobhudelei gilt es eine solche qualitativ gute Feedbackkultur im Team zu fördern.

Irrtum 5

6. „Mitarbeiter brauchen klare Ziele und Vorgaben“

Die Annahme, dass Mitarbeiter klare Ziele und Vorgaben benötigen, um optimal arbeiten zu können, übersieht das kreative Potenzial, das in ihnen steckt. Damit Mitarbeiter mitdenken und mitgestalten können, brauchen sie mehr als Vorgaben, nämlich eine klare, gemeinsame Vorstellung über Nutzen, Zweck und Aufgaben des Unternehmens. Hier sind Visionen gefragt!

Irrtum 6

7. „Erfolg braucht Fankultur: Entweder für uns oder gegen uns“

Die Betonung der Führungskraft als Voraus- und Richtigdenker produziert Ja-Sager, Nein-Denker und Arbeit nach Vorschrift. Langfristig gesehen ist das weder im Interesse der Führungskraft noch des Unternehmens. Dauerhafter Erfolg braucht Mitarbeiter, die kritisch mit den Dienstleistungen des Unternehmens umgehen und neue Perspektiven liefern. Daher ist das Fördern und Fordern von anderen Meinungen und Individuen, die sich scheinbar nicht „fügen“ wollen, unersetzbar.

Irrtum 7

Fazit

Mit Coaching als Führungsstil können Mitarbeiterbindung und -entwicklung dauerhaft erfolgreich sein. Dabei muss gefordert wie auch gefördert werden. Ein konstruktives Feedback als Entwicklungsinformation liefert wichtige, neue Perspektiven. Selbstorganisation als Führungsprinzip sollte daher an erster Stelle stehen: gestalten statt konstruieren, entdecken statt diktieren, entziffern, nicht voraussetzen. (Grafiken aus: Reinhard K. Sprenger: Mythos Motivation)


 


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