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Stephan Teuber und Artur Schmidt

Betriebliches Gesundheitsmanagement
7 Stolpersteine auf dem Weg zum vitalen Unternehmen

von Artur Schmidt und Stephan Teuber | Sommer 2009

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Stolperstein 4: Betriebliches Gesundheitsmanagement = Firmenfitness

Ohne gesunde Führung kein erfolgreiches BGM! Denn erst die Entscheidung der Führungskraft bzw. des Inhabers ermöglicht den Mitarbeitern den Zugang zu Gesundheitsangeboten und gesundheitsfördernden Arbeitsbedingungen. Darüber hinaus hat das Verhalten der Führungskräfte aller Ebenen großen Einfluss auf die Mitarbeiterzufriedenheit, denn was die Führungskraft sagt, das zählt! Eine cholerische Führungskraft oder eine, die keine Orientierung bietet, lässt zuweilen die Wirkung von Fitnessmaßnahmen verpuffen oder macht sogar den robustesten Mitarbeiter krank. Die Bedeutung des Führungsverhaltens muss auch vor dem Hintergrund des zunehmenden Anteils psychischer und psychosomatischer Erkrankungen noch stärker herausgestellt werden.

Nicht selten trägt das Arbeitsumfeld zu einer Verstärkung der Beschwerden bei oder ist manchmal auch die Ursache für gesundheitliche Einschränkungen – Stichwort Mobbing.

Stolperstein 5: Mit BGM erreicht man nur die Mitarbeiter, die sowieso schon gesundheitsbewusst leben und Sport treiben!

Dies ist eine der schwierigsten und entscheidenden Stolpersteine. Es ist leider eine Illusion zu glauben, dass mit perfekt komponierten BGM-Maßnahmen jeder Mitarbeiter gleichermaßen erreicht werden kann. In Workshops können jedoch Maßnahmen entwickelt werden, die die Besonderheiten der Organisation oder der Abteilung berücksichtigt, mit dem Ziel, möglichst viele zu erreichen. Es gibt hier keine Lösung nach Schema F.

Über ein passgenaues Angebot in Form einer sanften Hinführung zu Fitnessangeboten kann auch die Klientel erreicht werden, die bislang nicht oder nur wenig fitnessaffin war. An dieser Stelle wirkt auch das soziale System „Firma“, welches sehr gut dafür geeignet ist, Schneeballeffekte in Sachen „Gesundheit und Fitness“ zu erzeugen. Erste, schnell erzielte Erfolge werden auf dem Flur oder in der Kantine besprochen und verbreitet und wecken die Lust der anderen, auch mitzumachen. Dieser Schneeballeffekt wird unterstützt durch den allgemeinen gesellschaftlichen Trend hin zu „mehr Gesundheit“ und erhöht die positive Wertschätzung, „wenn man etwas für sich und seinen Körper tut“.

Und wie wirkt BGM bei den Mitarbeitern, die sowieso schon Sport treiben? Gerade bei sportlichen und gesundheitsbewussten Mitarbeitern steigern solche Maßnahmen die Arbeitgeberattraktivität und sorgen so für eine langfristige Mitarbeiterbindung.

Stolperstein 6: Lohnt sich BGM überhaupt?

Mittlerweile ist die Wirkung der BGM-Maßnahmen sehr viel besser belegt als noch vor einigen Jahren (Iga.Report 13 2006, BKK Gesundheitsreport 2008, DAK Gesundheitsreport 2009). So ist ein Rückgang der Fehlzeiten von 12 bis 36 Prozent und eine Senkung der damit verbundenen Kosten um 34 % zu verzeichnen (Aldana 2001). BGM wirkt sich über das Wohlbefinden der Mitarbeiter auf die Zahlen des Unternehmens aus: Programme zur körperlichen Aktivität, Ernährungsverhalten, Gewichtskontrolle, Alkohol- und Raucherentwöhung, Stressmanagement und Rückenschulen fördern die Kommunikation, Motivation und Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen. BGM wirkt also als Hebel und das massiv: das durchschnittliche Kosten-Nutzen-Verhältnis liegt bei 1:6.

Stolperstein 7: Betriebliches Gesundheitsmanagement für den Mittelstand?

Ob Kleinunternehmen oder Konzern: der demografische Wandel und BGM geht alle an! Die Unternehmensgröße, das Unternehmensumfeld und die individuellen Umstände beeinflussen die eingangs beschriebene Zielklärung maßgeblich, so dass nur passgenaue Angebote langfristig erfolgreich sein können. Während wir in großen Firmen die Führungskräfte zum Beispiel inhouse schulen, besteht bei kleinen Firmen die Möglichkeit, die Führungskräfte einiger regionaler Mittelständler gemeinsam in „gesunder Führung“ zu qualifizieren. Darüber hinaus übernehmen wir die Moderation von Arbeitskreisen und Zielfindungsworkshops, führen Motivationsanalysen durch und organisieren Gesundheitsevents. Durch unsere Kooperation mit dem Firmenfitness-Studiobetreiber DanTrim können auch mittelständische Unternehmen schnell und unkompliziert Firmenfitness anbieten, ohne selbst ein Studio einrichten zu müssen.



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