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Wenn Kollegen entlassen oder versetzt werden, wenn die ganze Firma verkauft wird: Wenn der eigene Arbeitsplatz oder die Firma einen Schaden erleidet, dann leidet auch die Psyche. Trauerarbeit ist dann wichtig, ein Raum, in dem Abschied genommen werden kann und Zukunftsperspektiven entwickelt werden können. Führungskräfte, Berater und Coaches sollten dann zur Verfügung stehen, um Veränderungsprozesse zu strukturieren. Dazu braucht es Know-how für Change Management, um Mitarbeiter in Veränderungen zu begleiten und Akzeptanz herzustellen.
Die Verarbeitung des einzelnen Mitarbeiters bei einer unangenehmen Veränderung lässt sich in sieben Phasen einteilen (in Anlehnung an Modelle zu Trauer und Leiderleben von Kübler-Ross 1972 u.a.). Je nach Situation sind die Phasen unterschiedlich intensiv und lang. Um zur Phase sieben, der Integration, zu gelangen ist es wichtig, alle Phasen zu durchleben.
Phasenmodell nach Levin 1974, Schmidt-Tanger 1998
In dieser Phase ist es wichtig, schnell die Gerüchteküche zu beenden und mit einem strukturierten Informations- und Begleitungsprozess zu starten. Bevor Informationen an die Öffentlichkeit dringen, ist es unbedingt wichtig, dass die Mitarbeiter vorher auf den aktuellen Informationsstand gebracht werden.
Unterstützung:
Mitarbeiter werden mit einer Veränderung konfrontiert, mit der Sie nicht gerechnet hätten, z.B. die Auflösung von Abteilungen, die Übernahme durch eine andere Firma, Veränderung des Produkts etc.. Es kommt zu einer Phase der Verwirrung und Starre, man ist wie gelähmt.
Unterstützung:
Die Notwendigkeit der eigenen Veränderung wird nicht akzeptiert. Symptome der Mitarbeiter sind Verwirrung, Zorn, Angst, Widerstände gegen Unbekanntes. In einer Art Trotz wird die Realität verneint („Das können die doch mit uns nicht machen!“).
Unterstützung:
Nach einer gescheiterten Verhandlung tritt ein depressiver Moment ein. Die rationale Einsicht ist vorhanden, jedoch ist noch nicht klar, was konkret zu verändern ist („Die Dinge müssen sich ändern“).
Unterstützung:
Oft wird die emotionale Akzeptanz erst dann erreicht, wenn die Veränderungen im vollen Gange sind und das Team vor vollendeten Tatsachen, z.B. einer Unternehmensübernahme oder neuen Tätigkeitsbereichen, steht. Die Einschätzung der eigenen Kompetenz sinkt auf den Nullpunkt, Gefühle wie Hilflosigkeit und Ärger sind groß.
Unterstützung:
Ist die Veränderung emotional akzeptiert, wird der Blick frei nach vorne, das Ausprobieren von neuen Fähigkeiten steht an. Wichtig ist in dieser Phase, die Lust am Experimentieren zu fördern und die Erlaubnis, Fehler machen zu dürfen („fehlerfreundliche Kultur“).
Unterstützung:
Die wahrgenommene eigene Kompetenz ist nun höher als vor dem Veränderungsprozess. Die gelernten Strategien für Veränderungen können nun auch für weitere Veränderungsprozesse eingesetzt werden.
Unterstützung:
Bestimmte Haltungen des Coaches oder Beraters erweisen sich in einem Veränderungsprozess als hilfreich, wie z.B. die Haltung, dass Veränderungen Zeit brauchen („Don´t push the river“). Insgesamt ist wichtig, eine positive Einstellung gegenüber Veränderung anzubieten („Wer wagt, gewinnt“). Zudem sollten Ziele in kleine Abschnitte unterteilt und damit erreichbarer gemacht werden. Neue Prozesse werden auf diese Weise schneller und konsequenter gelebt.
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