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Claudia Heizmann

Kampf der Aufschieberitis -
Selbstmanagement im Umgang mit Vermeidungsverhalten und Unlustgefühlen

von Claudia Heizmann | 21.09.2007

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3. Furcht vor Scheitern vorwegnehmen und utilisieren:

In einem Worst-case-Szenario wird meist schnell deutlich, dass auch wenn die schlimmste Katastrophenphantasie wahr würde, die Folgen dennoch weniger dramatisch wären als befürchtet. Hilfreich ist dann das Nachdenken darüber, was Sie tun können, wenn tatsächlich der Supergau eintreten würde.

4. Sozialen Druck herstellen:

Erzählen Sie Ihren Arbeitskollegen und Freunden, was Sie sich vorgenommen haben oder suchen Sie am besten gleich Mitstreiter, mit denen Sie sich verabreden. Unser Handeln ist immer auch eine Folge der Erwartungen an uns, daher ist es förderlich, eine positive Erwartungshaltung herzustellen. Hilfreich ist zudem, sich ein Vorbild zu suchen und zu interviewen, d. h. eine Person, die zielorientiert arbeitet und ihr Vermeidungsverhalten gut unter Kontrolle hat.

5. Freude an der Tätigkeit entwickeln:

Auch wenn wir das Ziel fest im Blick haben ist es für das Durchhaltevermögen unterstützend, wenn das gewünschte Verhalten selbst mehr und mehr zum Genuss wird. Zum Beispiel das frühe Aufstehen am Morgen kostet den Langschläfer im ersten Moment Überwindung, er oder sie wird jedoch schnell belohnt durch einen entspannten und genussreichen Tagesbeginn.

6. Einfach tun, nicht lange nachdenken:

Wenn die Planungsphase abgeschlossen ist, setzen Sie Ihre Pläne nach dem „Sofort-Prinzip“ einfach um, ohne lange auf die passende Stimmung zu warten. Tückisch in der Umsetzung sind irrationale Überzeugungen wie die, dass man erst Lust bekommen muss, um etwas anzupacken oder dass die Rahmenbedingungen ideal sein müssen. Also Laufschuhe anziehen und los! Hier ist die Konzentration auf das „Jetzt“ wichtig und das bewusste Nicht-Nachgeben bei ablenkenden Impulsen, bis die Initialzündung eingesetzt hat.

7. Und zum Schluss:

Seien Sie zu Beginn nicht zu ehrgeizig: Überlegen Sie sich, wie lange Sie es gut schaffen können, konsequent Ihr Ziel zu verfolgen: eine halbe Stunde? Zwei? Fangen Sie klein an, aber halten Sie sich dann an Ihre vorgenommene Zeit. Wenn Sie merken, dass es Ihnen leicht fällt, erhöhen Sie den Zeitrahmen bzw. nehmen Sie eine neue Aufgabe hinzu. Wichtig: Messen Sie sich an Ihrem „alten“ Vorgehen, nicht an Ihrem Traumziel. Dann sehen Sie auch in kleinen Schritten, was Sie erreicht haben. „Aller Anfang ist schwer...“ Das bedeutet auch, dass es immer leichter für Sie werden wird!


Das Thema Zielerreichung und eigene Selbst­sabotage­programme zu durchschauen lässt sich am besten gemeinsam mit einem Coach bearbeiten, der mit Ihnen hilfreiche Selbstmanagement-Strategien erarbeitet.

 

Literatur:

Matthias zur Bonsen/Carole Maleh: Appreciative Inquiry. Der Weg zu Spitzenleistungen, Beltz-Verlag: 2001




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