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Claudia Heizmann

Kein „Land unter“ im elektronischen Posteingang - Lean Management mit E-Mails:

von Claudia Heizmann | 29.09.2006

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2. Leeren Sie den Posteingang

Was bei einem Briefkasten normal ist, nämlich dass man ihn vollständig leert, wird beim elektronischen Briefkasten oft nicht beachtet: E-Mails verbleiben lange Zeit im Posteingang, der Posteingang wird zum unübersichtlichen Zwischenarchiv, ohne dass Nachrichten bearbeitet werden. Ziel sollte sein, dass der Posteingang bis Arbeitsende geleert ist.

3. E-Mails flott bearbeiten

E-Mails sind ein schnelles Kommunikationsmedium. Daher erwarten die Absender eine zügige Reaktion. Ihr Ziel sollte sein, innerhalb von 24 Stunden auf E-Mails zu reagieren. Aber setzen Sie sich nicht zum Ziel, E-Mails innerhalb einer halben Stunde zu beantworten. In dem Fall sind Sie nur noch re-agierend und aktionistisch tätig, nicht steuernd.

4. Seien Sie ein zuverlässiger Kommunikationspartner

Damit das E-Mailen produktiv ist und Freude macht, ist es wichtig, dass Sie E-Mails zuverlässig beantworten. Reagieren Sie standardmäßig mit einer Empfangsbestätigung, einer Beantwortung, einer Rückfrage oder einem Dankeschön.

5. Lassen Sie Ihre technischen Assistenten arbeiten

Über einen Regelassistenten können Sie eingehende E-Mails automatisch in passende Ordner sortieren lassen. In Outlook können Sie z.B. unter Extras/Regelassistent Newsletter vorsortieren und direkt für Ihre nächste Bahnreise ausdrucken lassen. Auch Junkmails können über den Regelassistenten reduziert werden. Der Abwesenheitsassistent versendet automatische Rückantworten, z.B. wann Sie wieder zu erreichen sind und wer Sie während Ihrer Abwesenheit vertritt.

6. Halten Sie Ihre Spontaneität im Zaum

Damit nicht die eingehenden E-Mails Ihren Arbeitsablauf diktieren und zerhacken, sollten Sie selbst bestimmen, zu welchem Zeitpunkt Sie Ihre E-Mails bearbeiten. Schalten Sie akustische und optische Signale bei Eingang einer E-Mail aus. Den Posteingang nicht spontan, sondern zu festen Zeiten (z.B. zweimal am Vormittag, zweimal am Nachmittag) oder nach Abschluss einer größeren Aufgabe bearbeiten.

Fazit: Was Sie unbedingt tun sollten, wenn Sie E-Mails verfassen!

  • Wählen Sie einen aussagekräftigen Betreff
  • Seien Sie eindeutig, kurz und prägnant
  • Verwenden Sie eine übersichtliche Struktur mit Aufzählungen, wenn Sie mehrere Punkte anführen
  • Beachten Sie die gleichen Regeln wie beim Verfassen eines „normalen“ Briefes (Anrede- und Grußformen)
  • Keine Ironie
  • Suchen Sie bei konflikthaften und missverständlichen Inhalten die direkte Aussprache
  • Keine Eskalation des Konfliktes über cc-Meldungen an Ihre Vorgesetzten!

Und zum guten Schluss: Nutzen Sie die E-Mail, so oft es geht! Sie verbessern Ihre Effizienz und gewinnen Zeit, für sich selbst und für Ihre Kommunikationspartner.

 


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