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Claudia Heizmann

Mehr Schwung im Tandem - Entgeltsystem und Strategieumsetzung

Hinweise, Tipps und Denkanstöße zur Kongruenz von Zielsystemen und Unternehmensstrategie



von Claudia Heizmann und Achim Kelbel | 08.07.2008

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Schritt 5:

Dies ist die Phase des Commitment aller Beteiligten und die Formulierung einer Betriebsvereinbarung, Zielgerichtete und gesteuerte Mitarbeiterinformation braucht es vor und während der eigentlichen Einführung.
Tipp: Wenn Sie bis dato Interessensvertretungen und Mitarbeitergruppen ausreichend einbezogen haben, sollte auch dieser Schritt zu meistern sein. Allerdings gilt es vor und während der Einführung des neuen Entgeltsystems ausreichend Zeit, Kraft und Information – kurzum Ressourcen - für alle Mitarbeiter einzuplanen. Der nachhaltige Erfolg eines Entgeltsystems ist nicht zuletzt von der wirklichen Information und Akzeptanz abhängig. Zur Akzeptanz tragen insbesondere Meinungsführer und Führungskräfte und deren Kommunikations- und Informationswille im Sinne der Entgeltprojektziele bei. Wie wird welche/r Person bzw. Personenkreis sinnvoll angesprochen? Welche Feedbackschleifen sind sinnvoll? Welche Formen der direkten und indirekten Mitarbeiteransprache sind Erfolg versprechend?1

Schritt 6:

Auch das beste Entgeltsystem muss regelmäßig auf seine Wirksamkeit im Sinne der Zielerreichung und Strategieunterstützung überprüft werden.
Tipp:Kürzer werdende technologische und organisatorische Zyklen erfordern flexible und dynamische Entgeltsysteme. Gleichzeitig wird der Leistungsbegriff nicht mehr nur rein mengen-, qualitäts-, termin- oder kostenorientiert definiert, sondern erhält weitere Inhalte. Nehmen Sie daher auch Ihr Entgeltsystem auf Ihr marktorientiertes Controlling-Radar und pflegen Sie es entsprechend den Anforderungen.

Führungskultur und Ziele

Belassen Sie es nicht bei dem „Entgelt-Einrad“, erarbeiten Sie mit Führungskultur und Zielen ein schwungvolles Tandem, stimmen Sie die Managementinstrumente Führungskultur, Zielund Entgeltsystem konsequent aufeinander und auf die Strategie ab. Bei Führungskultur und Zielsystem gibt es nur zwei Möglichkeiten, ein Unternehmen und seine Mitarbeiter zu führen:

  1. detaillierte Anweisungen wie, was, wann, von wem zu tun ist
  2. die Vereinbarung messbarer Ziele.

Ersteres stößt oft im Business-Kontext schnell an Grenzen. Für die zweite Möglichkeit bietet die Managementlehre eine Vielzahl bekannter und auch immer wieder neuer Instrumente bis hin zur Führung ohne Ziele. Bevor man sich jedoch für ein Zielsystem entscheidet oder gar ohne Ziele unternehmerisch erfolgreich sein will, empfiehlt es sich auch einmal kurz inne zu halten:
Die beste und die gerade modernste Managementidee bleibt Aktionitis, wenn die Umsetzung als Herausforderung jeder Systematik und Methodik nicht „gemanaged“ wird. Überprüfen Sie daher die Führungskultur in Ihrem Unternehmen auf wirkliche Umsetzungsorientierung und machen Sie sich bewusst, wie ein von Ihnen erwartetes Ergebnis, das mit verteilten Aufgaben erreicht werden soll, formuliert und kommuniziert wird.

Folgende Fragen helfen Ihnen dabei:

Frage 1:

Steuern Sie Ihr Unternehmen nach wirklich messbaren Kennzahlen und Größen? Ergänzen sich diese Messgrößen zu einem strategieorientierten System? Ist dieses System allen Mitarbeitern bekannt und wird es täglich gelebt?

Frage 2:

Planen Sie die erwarteten Ergebnisse bezogen auf Machbarkeit, Termine und Ressourcen genauso sorgfältig wie ein Investitionsprojekt? Formulieren Sie auf dieser Projektbasis eindeutige und messbare Ziele?

Frage 3:

Vereinbaren Sie Mechanismen wie z. B. Milestone-Gespräche, in denen Sie mit Ihrer Führungsmannschaft überprüfen, inwieweit Strategie, Ziele und Markt noch kongruent sind oder Anpassungen erforderlich sind?

Frage 4:

Haben Durchführung von Zieldefinition, Zielgespräche und Zielvereinbarungen den richtigen Stellenwert in Ihrem Unternehmen und werden stringent und konsequent durchgeführt?

Von der Strategie zur Kundenbegeisterung Konsequenz in den beschriebenen Schritten und Vorgehensweisen schafft eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es gelingt, die begrenzende Organisationsdenke „von oben nach unten“ umzudrehen und ergebnisorientierte Eigenständigkeit und zielorientiertes Verantwortungsbewusstsein an der Kontaktstelle Mitarbeiter-Kunde spürbar zu machen. Machen Sie aus Bruchstellen Erfolgsfaktoren und aus Erfolgsfaktoren Renditefaktoren. Die Mitarbeiter und Kunden werden es Ihnen danken.

Ablauf und MaßnahmenstrukturAblauf und Maßnahmen

 

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