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Führungs- und Managementaufgaben sind reizvoll und spannend - vor allem das prickelnde Gefühl, Zukunft gestalten zu können. Manchmal bringen sie die Verantwortlichen auch an die Grenzen der Belastbarkeit. Gerade tiefgreifende Changevorhaben im Unternehmen können unangenehme Gefühle bei den Beteiligten auslösen. Z. B. Ohnmachtsgefühle, wenn in der Abteilung ein Personalabbau droht; Wut, wenn sich der Coachee unfair vom Vorstand behandelt fühlt; Angst, was die nächste Umstrukturierung für den eigenen Posten bedeutet.
Oft lösen Ohnmacht, Wut, Angst etc. auch noch ein sekundäres „Gefühl in Bezug auf das Gefühl“ wie Scham oder Versagen aus. Coachees drücken das in Sätzen wie „Bin ich normal, dass ich so fühle?“ oder „Ich war bisher immer ein optimistischer Mensch - hätte nie gedacht, dass mir das passiert!“ aus. Im Coaching werden von den Coachees immer wieder schwierige Gefühle zum Ausdruck gebracht. In die Rolle des verständnisvollen Trösters zu gehen in dem Sinne „Das packen Sie schon“ nützt dem Coachee nur bedingt. Es braucht Methoden, die dem Coachee direkt helfen, ein zweites entlastendes Gefühl zu seinem negativen Gefühl zu entwickeln, um negative Gefühle zu akzeptieren, auszuhalten und zu verarbeiten.
Robert Dilts trainierte beim diesjährigen Sommercampus des Metaforum in Italien. In seinem Seminar „Roadmaps for a Changing World“ stellte Dilts folgende Coachingübung vor, die dem Coachee hilft, sich von schwierigen Gefühlen nicht aus der Bahn werfen zu lassen:
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