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Oftmals wird Gesundheitsmanagement auf den gesetzlichen Arbeits- und Gesundheitsschutz reduziert. Doch: Gesundheitsmanagement geht darüber hinaus! Es ist ein Teil der Unternehmensstrategie, der einer spezifisch betrieblichen Ausrichtung bedarf. Gesundheitsmanagement hat das Ziel, die Arbeitssituation für die Mitarbeiter/-innen zu verbessern. Dies bedeutet, dass die Gesundheit der Arbeitnehmer gestärkt, Krankheiten am Arbeitsplatz vorgebeugt, das Gesundheitsbewusstsein der Mitarbeiter verbessert und somit auch das Wohlbefinden am Arbeitsplatz gesteigert wird. Gesundheitsmanagement ist eine Teamleistung und kann nur in Form einer fach- und berufsübergreifenden Zusammenarbeit funktionieren. Die Unterstützung und Beteiligung aller Schlüsselpersonen und -institutionen ist gefordert.
Gesundheitsmanagement führt zu einer dreifachen Win-Situation. Denn von den Maßnahmen profitieren die Arbeitnehmer/-innen, das Unternehmen und die Krankenkassen:
Der Kontakt zwischen den Krankenkassen und den Betrieben muss sich zukünftig zu einer zielorientierten und wirksamen Partnerschaft weiterentwickeln. Im Interesse aller Beteiligten!
Für das Gesundheits- und Fehlzeitenmanagement steht ein Sammelsurium an Instrumenten zur Verfügung. Ob Anwesenheitsprämie, Rückkehrgespräche, Gesundheitstage oder auch Gesundheitszirkel � die Maßnahmen haben alle das Potenzial, die Kosten zu senken und das Gesundheitsbewusstsein zu stärken! Entscheidend ist: Was ist der richtige Instrumentenmix für Ihr Unternehmen und führt schnell zu messbaren Erfolgen? Dabei hilft zum einen die Orientierung an Grundprinzipien und zum anderen der Einsatz zweier Analyseinstrumente, die zur Pflicht eines guten Gesundheitsprojekts gehören. Die Fehlzeitenstruktur- und die Arbeitssituationsanalyse erleichtern eine Entscheidung pro oder contra Einzelmaßnahme.
Die Fehlzeitenstrukturanalyse gibt Auskunft über Ausmaß und Struktur der Fehlzeiten. In welchen Abteilungen, Arbeitsgruppen gibt es hohe und wo geringere Fehlzeiten? In Kooperation mit den Krankenkassen lassen sich Krankheits- und damit Belastungsschwerpunkte ermitteln. Aus einer Fülle von Informationen resultiert dann ein konturiertes Bild der Fehlzeitenstruktur und damit die ersten konkreten Ansatzpunkte für das betriebsspezifische Gesundheitsmanagement. So können beispielsweise die Arbeitsbedingungen sowie das Führungsverhalten in von Fehlzeiten besonders betroffenen Arbeitsbereichen genauer betrachtet werden. Das Angebot eines Herz-Kreislauf Training ist je nach Analyseergebnis für ein Unternehmen sinnvoller als das Angebot einer Wirbelsäulengymnastik. Die Fehlzeitenstrukturanalyse hilft somit bei der optimalen Allokation der Projektressourcen.
Weitere Einblicke in die betriebseigene Motivation und Arbeitssituation bietet die Arbeitssituationsanalyse. Hierfür werden entweder alle Mitarbeiter/-innen oder eine Stichprobe in Kleingruppen (6 bis 9 Personen) zu ihrer Arbeitssituation befragt. Inhaltsaspekte sind unter anderem der Arbeitsplatz, das Führungsverhalten sowie die Arbeitsorganisation und die Kollegialität im Arbeitsbereich. Die Gruppendiskussionen mit Mitarbeiter/-innen aus dem gleichen Arbeitsbereich dauern in der Regel 1,5 bis 2 Stunden. Häufig - so ein gängiges Ergebnis - korrelieren Motivationsdefizite oder auch massive Konflikte mit den Fehlzeiten in einer Abteilung. Ersatzweise kann auf bestehende Analysedaten zurückgegriffen werden, zum Beispiel auf die Daten einer jährlichen Betriebsklimaanalyse. Die Arbeitssituationsanalyse oder auch die Ergebnisse einer Betriebsklimaanalyse untermauern das Bild der Fehlzeitenstrukturanalyse und liefern weitere Argumente für oder gegen die Investition in einzelne Maßnahmen der Gesundheitsförderung.
Ein weiterer - nicht zu unterschätzender - Nutzen der Analysen, ist die optimierte Ausrichtung des Projekts am jeweiligen Unternehmen. Und damit auch eine stärkere Akzeptanz der Projektmaßnahmen: Vor dem Hintergrund der Analyseergebnisse kann es einfach notwendig sein, zum Beispiel das Führungsverhalten im Arbeitsbereich X durch eine Coachingmaßnahme zu stärken. Die Rückenprobleme im Arbeitsbereich Y sind durch Beratung und Hebehilfen einzudämmen. Ein funktionierendes Eingliederungs-management schließlich hilft, die Invaliditäts- bzw. Frühverrentungszahlen zu senken, die über dem Durchschnitt liegen. Sowohl die Fehlzeitenstruktur- als auch die Arbeitssituationsanalyse liefern die notwendigen Argumente!
Die Führungskräfte sind aus mehreren Gründen verstärkt zu beachten. Führungsverhalten wirkt direkt oder indirekt auf die Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter/-innen. Zudem haben Führungskräfte aller Ebenen eine wichtige informative und kommunikative Schnittstellenfunktion. Informations- und Seminar-veranstaltungen mit entsprechenden Lernerfolgskontrollen zahlen sich bei Führungskräften aus. Die konkrete inhaltliche und zeitliche Gestaltung der Veranstaltungen hängt ab von Führungskultur, Führungserfahrung und der Einstellung gegenüber dem Thema Gesundheit und Fehlzeiten. Loquenz unterstützt Sie in allen Phasen mit viel Projekterfahrung bei der Ausgestaltung und Durchführung eines Gesundheits- und Fehlzeitenprojekts. Von der Auswahl der passenden Projektinstrumente bis hin zum Coaching oder der Gestaltung der passenden Seminarveranstaltung!
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