Eigentlich ist Kommunikation einfach – auch für Führungskräfte!

Eigentlich ist Kommunikation einfach – auch für Führungskräfte!

Das Buch präsentiert Modelle und Methoden des Kommunikationswissens in Text und Bildern. Damit wollen die beiden Autorinnen, die selbst als Coach und Trainerin tätig sind, dem Leser Hilfestellung geben, dieses Wissen nicht nur leicht zu erfassen, sondern auch in der eigenen Leadership-Praxis umsetzen zu können. Einstieg mit Basistechniken der Kommunikation für Führungskräfte In kurzer Form […]

Das Buch präsentiert Modelle und Methoden des Kommunikationswissens in Text und Bildern. Damit wollen die beiden Autorinnen, die selbst als Coach und Trainerin tätig sind, dem Leser Hilfestellung geben, dieses Wissen nicht nur leicht zu erfassen, sondern auch in der eigenen Leadership-Praxis umsetzen zu können.

Einstieg mit Basistechniken der Kommunikation für Führungskräfte

In kurzer Form werden im ersten Kapitel die Basistechniken der Kommunikation vorgestellt. Die Autorinnen steigen mit dem aktiven Zuhören ein. Sehr gut gefällt mir hier, wie sie nicht nur den Sachinhalt, sondern auch die emotionale Seite der Kommunikation gleich zu Beginn des Buches thematisieren. Der Überblick über die unterschiedlichsten Frageformen (offen, geschlossen, warum?, systemisch, hypothetisch, zirkulär…) gibt einen guten Einblick, wie stark ich mit der Wahl meiner Frage die Kommunikation mit meinem Gegenüber steuere. Ähnlich umfangreich führen die Autorinnen in das Thema Feedback ein. Indem sie das Mind-Set beim Feedback-Geben thematisieren, erleichtern die Autorinnen der Führungskraft, die Praxis des Feedbacks leichtgängig umzusetzen. Hier könnte ich mir als Ergänzung für die nächste Auflage auch noch das Thema Feedforward vorstellen!

Das Wissen um Modell der Kommunikation erleichtert es, die Phänomene der zwischenmenschlichen Kommunikation einordnen zu können

Mit jeden Kommunikationsmodell, das in diesem zweiten Kapitel im Überblick dargestellt wird, steigt das Bedürfnis, das beschriebene Kommunikationsmodell im Original intensiver nachzulesen. Für mich erfüllt dieses zweite Kapitel die Funktion, Neugier auf Hintergründe zu machen.

Durch den knappen Darstellungsstil müssen interessante Details naturgemäß außen vor bleiben. Dafür erleichtern die guten Visualisierungen den Zugang zur Theorie ungemein. Egal ob es das erste Axiom der Kommunikation von Paul Watzlawick „Man kann nicht nicht kommunizieren.“, das Eisbergmodell der Kommunikation oder das Kommunikationsquadrat von Schulz von Thun ist.

Mit Hilfe der Antreiberanalyse oder dem Modell des Inneren Teams wird die Person der Führungskraft in den Blick genommen. Nur wenn ich mir über mich selbst, meine Funktionen und inneren Anteile im Klaren bin, kann ich in der Kommunikation mit Mitarbeitern und Führungskollegen klar und kongruent wirken.

Ich kann mir vorstellen, dass die Visualisierungen der verschiedenen Kommunikationsmodelle Führungskräften helfen, wie in einer Art Checkliste die gerade erlebte Kommunikationssituation zu reflektieren, oder sich auf kommende Gesprächssituationen vorzubereiten.

­­­Teams – die komplexe Kommunikationssituation für Führungskräfte

Knapp die zweite Hälfte des Buches ist dem dritten Kapitel, der Kommunikationsphänomene innerhalb und mit Teams gewidmet. Angefangen von Teamentwicklungsmodellen und Analyse der Teamsituation mit Hilfe der themenzentrierten Interaktion oder Skalierungsfragen bis hin zu Interventionsmöglichkeiten in den einzelnen Phasen der Teamentwicklung findet die Führungskraft Hilfestellung, die Teamsituationen besser zu verstehen und aktiv zu gestalten. Der Umgang mit Konflikten, unterschiedlichen Werten, Verhandlungssituationen und Hinweise zu Lösungsfindungsoptionen in Gruppen und Teams schließt das dritte Kapitel ab.

Führungskraft und ihrer Kommunikation -Meeting

Gute Impulse – Neugier auf mehr

Das Buch eignet sich für alle, die knackige Impulse zu den unterschiedlichsten Kommunikationssituationen für Führungskräfte suchen. Vielleicht als Anregung zum eigenen Erproben oder als Einstieg zum vertieften Weiterarbeiten am Thema. Die Visualisierungen lassen sich zum Teil im Gespräch mit Mitarbeitern einsetzen, um das gemeinsam Erlebte kommunikationspsychologisch fokussiert zu reflektieren. Manche mögen die Knappheit in der Darstellung der Autorinnen eventuell als Manko sehen. Ich finde, es hilft dem Leser die Quintessenz des einzelnen Ansatzes leicht aufzunehmen. Für die vertiefende Lektüre finden sich ausreichend Literaturhinweise. Für die Praxis bieten sich die zum Download angebotenen Arbeitspapiere an.

Fazit: Ihrem selbst gewählten Untertitel „Wissen und Methoden für einen konfliktabbauenden und lösungsorientierten Umgang“ werden die Autorinnen mehr als gerecht.

 

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