Gelingen ist eigentlich einfach – durch mentales Kontrastieren

Gelingen ist eigentlich einfach – durch mentales Kontrastieren

Wissenschaftlich fundierte Praxishinweise, um ins Tun zu kommen – genau das richtige zum Start ins neue Jahr!

Durch mentales Kontrastieren gut ins neue Jahr 2019 starten

Eigentlich sind mir meine Wünsche für mein Leben sehr klar. Ich weiß was ich erreichen möchte und kann mir den Zielzustand in den schönsten Farben ausmalen. Nur leider wird dieser Traum nicht Wirklichkeit.
Das vorliegende Buch von Gabriele Oettingen (Professorin an der Universität Hamburg zum Thema Psychologie und Motivation) hilft hier an der entscheidenden Stelle weiter: wie komme ich ins Tun? Die Antwort: indem ich mir nicht nur den Zielzustand in möglichst motivierenden Bildern ausmale (kommt das Zielbild zu schön rüber, dann sinkt sogar die Umsetzungsmotivation), sondern indem ich auch konsequent die Umsetzungshindernisse in den Blick nehme (mentales Kontrastieren) und mich auf ihr eventuelles Auftauchen mental vorbereite. Damit bleiben Umsetzungshindernisse und Ablenkungsoptionen bei der Zielverfolgung im Blick und überraschen mich nicht unerwartet.

Zwei wertvolle Zitate aus dem Buch

Die erste Hälfte des Taschenbuches ist gespickt mit wissenschaftlichen Forschungsergebnissen. Ich war von dieser fundierten Hinführung zur Praxis der Motivation und Umsetzung angenehm überrascht, für andere mag das ein zu umfangreicher Angang zum Thema zu sein. Ich habe mir zwei Zitate dick angestrichen:

  1. „Positive Phantasien raubten Energie, und daraus ergab sich eine geringere Leistungsfähigkeit“ (S. 72). Also das Ausmalen eines möglichen erwünschten Zielzustandes alleine führt eher von diesem weg!
    „… sorgte das mentale Kontrastieren für einen ganz erheblichen Energieschub und für ein klareres, schnelleres Engagement als bei den Teilnehmerinnen der anderen (…) Gruppen…“ (S. 91). Das heißt, wenn ich nach dem Ausmalen meines Zielzustandes auch über mögliche Hindernisse und wie ich diese überwinden könnte nachdenke, dann entwickle ich umso mehr Umsetzungsenergie für mein Ziel.
  2. Und wenn ich meine Ideen für den Umgang mit möglichen Hindernissen noch in der Form von „Wenn-Dann-Statements“ (S. 167) vorbereite, dann unterstützt dies die Umsetzungswahrscheinlichkeit zusätzlich.

In eine praktische Form für den Alltag gebracht entwickelt Oettingen daraus die Methode WOOP: Wish, Outcome, Obstacle, Plan.
Zu Deutsch: Wunsch, Ergebnis, Hindernis, Plan. Hier wird das Buch in der zweiten Hälfte so richtig spannend. Man ist schon bei der Lektüre verführt, die Dinge in die eigene Praxis zu integrieren. Was will man mehr! Und dann gibt es auch noch eine kleine App, die mir dabei hilft. Doch lesen Sie selbst…

Für mich stellt das Buch eine schöne Ergänzung zu „Der Positiv-Effekt“ von Sven C. Voelpel und ist auf jeden Fall eine Top-Empfehlung.

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