Gesundheit selbst in die Hand nehmen

Gesundheit selbst in die Hand nehmen

von Jörg Blech

Bewegung & Gesundheit

Eigentlich weiß es jeder: Bewegung ist die Grundvoraussetzung, für unsere Gesundheit und dass es uns gut geht. Jörg Blech hat es sich zum Ziel gesetzt, dazu die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammenzutragen. Ein Basiswissen, dass sich anscheinend bei Medizinern und Therapeuten immer noch nicht als selbstverständlich durchgesetzt hat.

Wie Sie Krankheiten besiegen und Ihr Leben verlängern

Der Untertitel stellt das Kernanliegen des Autors dar. Ich selbst habe großen Einfluss auf die Qualität meines Lebens (die Gesundheit) und die Dauer! Mit dem Zitat von Blaise Pascal: „Zu unserer Natur gehört die Bewegung, die vollkommene Ruhe ist der Tod“ illustriert er dies eindrücklich.

Jörg Blech hat sich durch eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien gearbeitet, die er zur Unterstützung seiner These umfangreich anführt. Sein Ziel, „das Wissen um die Heilkraft der Bewegung in einem Buch zusammenzuführen“, realisiert er damit ausführlich. Das ist ein Vorteil des Buches, da der Leser wirklich umfassend mit Studienergebnissen versorgt wird; für manche Leser mag das auch des Guten zu viel sein. Entscheiden Sie selbst.

Moderate Bewegung verlängert das Leben

In meinem Sportstudium hatte ich noch gelernt, dass Ausdauertraining 4-5 Mal pro Woche über 40-50 Minuten empfehlenswert sei, um den optimalen Effekt für die Gesundheit zu erzielen. Jörg Blech stapelt da deutlich tiefer. Als Beispiel führt er einen Senior an, der jeden Tag 1,6 Kilometer weniger spazieren geht als sein gleichaltriger Nachbar. In der Regel stirbt der bewegungssparsame Zeitgenosse ca. sieben Jahre früher, als der aktivere Spaziergänger. Als Minimalanforderung nennt der Autor 30 Minuten moderate Bewegung an mindestens fünf Tagen die Woche. Eigentlich ein Bewegungsquantum, das sich gut in den Alltag integrieren lassen sollte.

Wir schonen uns zu Tode

Entgegen dem aktuellen Wellnesstrend, der ja in der Regel ein passives Bewegungsverhalten zum Wohlfühlen favorisiert, macht Blech mit den dargestellten Studien deutlich, dass Schonung das Leben verkürzt. Spannend ist insbesondere der Quotient von durch körperliche Bewegung verbrannten Kalorien zu den im Tagesverlauf aufgenommenen Kalorien. Hierdurch wird deutlich, dass eine Reduktion der Kalorienaufnahme nicht ausreicht, um wirklich gesund zu sein. Vielmehr geht es um die Menge an Kalorien, die ich durch Bewegung verbrenne. Übrigens trägt Muskeltraining auch zu diesem positiven Effekt bei.

Fit ist wichtiger als fett

„Aktive Dicke leben länger als inaktive Dünne – fit ist also entscheidender als fett“ (S. 230). Eine gute Nachricht für alle, die meinen, sie müssten zur athletisch trainierten Sportskanone werden. Wie gesagt, es wirkt schon, wenn wir an fünf Tagen in der Woche mindestens 30 Minuten spazieren gehen. Bei 60 Minuten moderater Bewegung an 5-7 Tagen die Woche scheint das Optimum zu liegen. Verbrenne ich mehr als 3500 Kilokalorien pro Woche durch aktive Bewegung, können Schäden auftreten. Und für alle, die die Entscheidung zu mehr Bewegung vor sich herschieben: Für einen Aufbruch ist es nie zu spät! Sobald ich mich mehr bewege wird sich die Belohnung in Form von Wohlbefinden einstellen.

Also: ich mache mich jetzt gleich auf zu einem kleinen Spaziergang – und Sie?

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