Marketing 4.0: Der Leitfaden für das Marketing der Zukunft

Marketing 4.0: Der Leitfaden für das Marketing der Zukunft

von Philip Kotler und Hermawan Kartajaya

Das Marketing 4.0 der Zukunft vorausgedacht – das www ist wahrscheinlich schneller

Philip Kotler hat mit seinem Buch über Marketing 4.0 seinen Dimensionen des Marketings eine weitere Dimension hinzugefügt. Ausgehend vom produktorientierten Marketing (Marketing 1.0) über verbraucherorientiertes Marketing (Marketing 2.0) und menschenorientiertes Marketing (Marketing 3.0) geht es ihm mit diesem Werk um ein Marketing, das sich „an die veränderte Natur der Customer Journey in der digitalen Wirtschaft“ anpasst (Marketing 4.0). Um die Notwendigkeit zu verdeutlichen, stellt er die wesentlichen Trends dar. Es ist die Machtverschiebung zum vernetzten Kunden. Die paradoxe Situation bei der Vermarktung an vernetzte Verbraucher, also dass online und offline wichtig wird, dass Kunden informiert und abgelenkt sind, dass negative und positive Empfehlungen gleichzeitig vorhanden sind, lässt klare Schlüsse zu, wo ich in meinem Marketing weiterzudenken habe.

Ob die Beschreibung der Einflussfaktoren bei digitalen Kulturen so stimmt, sei dahingestellt. Meine Erfahrung bei Typisierungen: Die Range (Spannbreite) der Ergebnisse ist häufig so breit und die Mittelwerte der Vergleichsgruppen liegen häufig so eng beieinander, dass sich nur schwer signifikante Unterschiede erkennen lassen. Es lohnt sich auf jeden Fall darüber nachzudenken, wie im WWW Stimmung gemacht wird, Markanteile zunehmen und mit Emotionen umgegangen wird.

Die As von Kotler

Spannend wurde es für mich bei der Frage, wie Kotler die Customer Journey sieht. Für ihn sind es 5 As:

  • Aware
  • Appeal
  • Ask
  • Act
  • Advocate

Gerade sein Selbstverständnis, dass am Ende der Customer Journey nicht nur ein Kauf steht, sondern der Käufer sozusagen zum „Anwalt“ oder besser gesagt ein aktiver Empfehlungsgeber des Herstellers wird, hat mich ins Nachdenken gebracht. Die Rolle des einzelnen Menschen wird in Marketing 4.0 stärker in den Vordergrund treten. Für Kotler gewinnen die menschen-orientierten Ansätze im Marketing 4.0 zunehmend an Bedeutung. Für ihn fokussiert es sich in der Frage: „Was bedeutet es, in der digitalen Welt Mensch zu sein“. Hier liefert der Autor im letzten Drittel des Buches zahlreiche Reflexionen.

Was ich bei Marketing 4.0 spannend finde, ist die Hoffnung, dass solch ein Thema, bei der Entwicklungsgeschwindigkeit der digitalen Medien, noch in Buchform veröffentlicht wird. Denn es besteht offensichtlich bei einem Buch die Gefahr, dass es praktisch mit Erscheinen bereits veraltet ist. Und ich hätte es auch äußerst interessant gefunden, welche Rolle Kotler Entwicklungen wie Alexa für die Zukunft zuschreibt. Aber vielleicht ist das auch das nächste Buch.

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