Buchempfehlung Menschlichkeit rechnet sich

Buchempfehlung Menschlichkeit rechnet sich

Von Stephan Brockhoff, Klaus Panreck

Menschlichkeit rechnet sich: Warum Wertschätzung über den Erfolg von Unternehmen entscheidet

Menschlichkeit rechnet sich – sagen zwei Steuerberater!

Klaus Panreck:

Vielen Führungskräfte und Unternehmer meinen, sie müssten sich zwischen Menschlichkeit und Rendite entscheiden. Die beiden Autoren, Steuerberater mit einem breiten Beratungshintergrund und viel Erfahrung in der Unternehmensführung, wollen verdeutlichen: das ist keine Frage des Entweder-Oder, sondern Menschlichkeit ist geradezu der entscheidende Erfolgsfaktor für Unternehmen. Ihre These: Menschlichkeit „ist kein Luxus, sondern die Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg. Und sie rechnet sich für Ihr Unternehmen: auf materieller ebenso wie auf immaterieller Ebene“ (S. 15).

Letztendlich geht es darum, wie Mitarbeiter eingeladen werden, eigenverantwortlich zu handeln. Eine Voraussetzung dazu, Transparenz und offene Kommunikation. Das Beispiel von oderbase consulting GmbH in Münster, illustriert dies nachdrücklich. Ob es um die Transparenz der Unternehmenskennzahlen, von Befragungsergebnissen oder Feedback geht. Die Architektur, wie z.B. die Einrichtung der Skylounge u.ä. unterstützt diese Offenheit. Die Autoren liefern auch gleich noch in der Kategorie Toolbox eine Handreichung für Konfliktgespräche, die als Anregung für das eigene Umsetzen dient.

Sehr eindrücklich war für mich das Beispiel der verschärften Kontrollen. Verschärfe ich Kontrollmaßnahmen, steigt der Aufwand für diese Kontrollen (bei Mitarbeitern wegen des Eingabeaufwandes, in Zentralbereichen wegen des Aufwertungsaufwandes). Gleichzeitig sinkt die Stimmung und Motivation der Mitarbeiter, da sie sich mangelndem Vertrauen ausgesetzt sehen. Das Ergebnis: sinkende Produktivität. Und dabei gäbe es ein einfaches Gegenmittel: Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit durch Wertschätzung und förderliche Rahmenbedingungen. Die negativen Folgen des empfundenen Misstrauens kann man in der Regel am erhöhten Krankenstand ablesen.

Der Vorschlag der Autoren am Ende klingt kühn, sollte aber einen Gedanken wert sein. Wie wäre es, wenn wir eine „Menschlichkeitsbilanz“ in Ergänzung des Jahresabschlusses einführen würden? Ich bin gespannt!

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