Mittelschicht und digitale Revolution

Mittelschicht und digitale Revolution

Der stille Raub – von Gerald Hörhan

Für manche mag die digitale Revolution immer noch weit weg sein. Die These von Gerald Hörhan: Die Mittelschicht ist von der digitalen Revolution unmittelbar betroffen. Wer sich nicht aktiv zur digitalen Revolution verhält, wird seine wirtschaftliche Position gefährden.

Die digitale Revolution betrifft praktisch jeden

In meinem persönlichen Umfeld wird das Thema Digitalisierung häufig mit Phänomenen (Tablets für Schüler, Facebook für Selbstständige oder Apps für die persönliche Lebensgestaltung/-optimierung) gesehen. Gerald Hörhan will mit seinem etwas reißerischem Titel „Der stille Raub“ die Mittelschicht wachrütteln. Sein Anliegen für die Mittelschicht ist, sich als Akteure der digitalen Revolution zu sehen und damit zu den Gewinnern der ditgitalen Revolution zu gehören. Seine Befürchtung: Wenn sich die Angehörigen der Mittelschicht nicht aktiv verhalten, führt dies zur Zerstörung der Mittelschicht.

Der Autor beschreibt in der Analyse die Ist-Situation unter dem Stichwort Digitalisierung. Sein Stil ist eher essayistisch. Ihm geht es darum, dass sich dem Leser die Augen öffnen. Er ist weniger der Autor für die operativen Details. Wer sich hierfür interessiert, ist mit Werken wie „Die Plattform-Revolution“ (https://www.loquenz.de/buecher/die-plattform-revolution-im-e-commerce) sicherlich besser beraten.

Entscheidendes auf den Punkt gebracht

Was den Stil von Hörhan auszeichnet ist, dass es ihm – von seinen Vorträgen und Videos ist man es bereits gewohnt – gelingt, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Z.B. mit seinem Bericht über ein Treffen mit einem erfolgreichen Digitalunternehmer und der Frage von Hörhan an ihn, was die Erfolgsvoraussetzungen für die digitale Wirtschaft seien. Seine Antwort wie aus dem TED-Bilderbuch: „Dein Projekt muss einen tieferen Sinn haben. Du musst einen Wert stiften“ (S. 32) um dann fortzusetzen: „Dein Projekt muss einfach zu verstehen und einfach zu bedienen sein“ (S. 33).

Wie sollte Politik den Rahmen für digitales Wirtschaften gestalten?

Gut gefällt mir, dass sich der Autor auch an den Ordnungspolitischen Rahmen der Digitalisierung heranwagt. Ob die 25 Seiten wirklich das Thema passend erfassen können, glaube ich nicht – es sind aber hilfreiche Facetten und Hinweise.

Und für den schnellen Leser schließt Hörhan mit kompakten 15 Seiten ab, auf denen er zum einen elf Trends skizziert, zu denen ich mich z.B. im Rahmen meiner persönlichen Weiterbildung verhalten kann, und zum anderen fünf gute Nachrichten präsentiert, die zum Mitgestalten der digitalen Wirtschaft einladen.

Jetzt heißt es nur noch die Gelegenheit am Schopfe zu packen!

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