Wertschätzung – Wie Flow entsteht und die Zahlen stimmen

Wertschätzung – Wie Flow entsteht und die Zahlen stimmen

Wertschätzung – Wie Flow entsteht und die Zahlen stimmen:
von Stephan Josef Dick (Autor), Gertraud Wegst (Autor), Iris Dick (Autor)

Das Autorentrio, alles erfahrene Berater/-innen, hat sich, in ihrem Buch über Wertschätzung,  ein großes Thema vorgenommen. Sie wollen aufzeigen, wie Flow entsteht und die Zahlen stimmen. Das macht neugierig, denn wer hätte nicht gerne bessere Zahlen im Betrieb? Schade ist, dass die Autoren/-innen die Erklärung zwischen Flow und stimmigen Zahlen im Detail schuldig bleiben. Was ihnen gut gelingt ist die zweite Subline ihres Titels „Impulse und Praktiken zur Gestaltung gelingender Zusammenarbeit“ einzulösen.

Ampelmodell

Grundlage des Buches bildet das wertschätzende Ampelmodell. Dazu entfalten die Autoren auf knapp 60 Seiten drei Handlungssituationen:

  1. Rot = gefühlte oder wirkliche Gefahr
  2. Gelb = unbewusster oder bewusster Stress
  3. Grün = Entspannung und Ausrichtung, die der Führungskraft zur Selbstreflexion und Selbsterkenntnis verhelfen sollen.

Schade ist, dass dieses Modell ohne empirische Belege dargestellt wird.

Spannend wird es im Kapitel 3 über Transformative Perspektiven und Praktiken.  die Durchbrüche kreieren; mit einer kleinen Einschränkung: ob es wirklich um Durchbrüche im Sinne des Wortbildes gehen muss (ein Bruch würde ja auch immer Bruch mit bewährter Erfahrung bedeuten)? Hier kommt das Grundkonzept des Buches im Sinne von Impulse und Praktiken wunderbar zum Tragen! Die Autoren bieten ein Potpourri unterschiedlichste Anregungen – angefangen von Erkenntnissen der Hirnforschung über aktuelle Organisationskonzepte wie sie Laloux untersucht hat bis hin zu Methoden der Zusammenarbeit.

Fazit zum Buch über Wertschätzung

Natürlich kann man sich fragen, ob man die Vielzahl von Ansätzen nicht lieber in der jeweiligen Orginalliteratur z.B. zu Appreciative Inquiry, Open Space, etc. nachliest oder sich doch auf die Zusammenfassung der Autoren verlassen sollte. Ich würde mir auf jeden Fall den konkreten Verweis auf die Orginalliteratur als Fußnote zur Methodendarstellung wünschen. Diesen bleiben die Autoren leider schuldig sondern verweisen ggf. auf weitere Sekundärliteratur.

Nichtsdestotrotz: das Buch eignet sich, aufgrund seiner Bandbreite an Einzelinformationen, zu einem guten Überblick über Impulse, Ansatzpunkte und Erfahrungen zum Thema Wertschätzung in Betrieben und Organisationen. Die Beispielerzählungen regen zum Weiterdenken an. Der Text hätte knapper gehalten werden können. Auf der anderen Seite eröffnet der eher umfangreichere Stil auch Freiräume und die Option auf unerwartete Anregungen.

>> Das Buch können Sie hier bestellen <<

Kommentieren