Sicherheit bei der Bewerberauswahl: „Ade Fehlbesetzungen …“

Wie kann es gelingen, das bisherige Auswahlverfahren so zu optimieren, dass zukünftig die/der jeweils geeignetste Kandidat/in ein Einstellungsangebot erhält.

Eine Stadtverwaltung mittlerer Größenordnung will für Positionsbesetzungen des gehobenen Dienstes durch ein von extern begleitetes Vorgehen Fehlentscheidungen ausschließen. Die ausgewählten Kandidaten sollen durch eine individuell auf sie und ihre Potenziale abgestimmte Einarbeitungsphase erfolgreich starten können.

Der Auftrag an Loquenz: den Auswahl- und Besetzungsprozess so zu ergänzen, dass er gezielt auf gesuchte Potentiale ausgerichtet ist und zügig erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Stephan Teuber begleitete das mit der Auswahl der Kandidaten beauftragte Team:
Aus dem Stellenprofil wurde ein Anforderungsprofil abgeleitet und der Ablauf bzw. die Begleitung des Auswahlprozesses so vereinbart, dass innerhalb von zwei Tagen die Kandidatenauswahl durch das Team erfolgen konnte.

Um die Transparenz der Bewerberauswahl und die Passung der Kandidaten an die Position zu erhöhen, schlug Loquenz den Einsatz der Leadership Potenzial Evaluation LPE – eines validen und bewährten Instrumentes zur Analyse des Selbststeuerungs- und Führungspotenzials.

Der Ablauf des Auswahlverfahrens

Potentielle Kandidaten wurden aufgrund der Ergebnisse des Dokumentenscreenings zu einem ersten persönlichen Gespräch mit dem für die Auswahl zuständigen Team eingeladen. Falls sie in diesem Gespräch überzeugen konnten, erhielten sie direkt das Angebot, für sich im Anschluss die LPE durchzuführen. Mit der Teilnahme an der LPE war für sie die Option verknüpft, das persönliche Ergebnis in einem Feedbackgespräch zu einem späteren Zeitpunkt mit Herrn Teuber zu besprechen.

Die Ergebnisse aus der LPE bereitete Loquenz für ein zweites, vertiefendes Gespräch zwischen Bewerbern und Auswahlteam auf; unter anderem konnten so Ergebnisse zu Faktoren wie Selbstmanagement, soziale Kompetenz oder Motivation wie auch auch Leadership und Management im persönlichen Gespräch erörtert und hinterfragt werden.

Auf der Basis der zwei Vorstellungsgespräche und der LPE wurde ein Bewerberranking erstellt und dem Stadtgremium der/die bestgeeigneten Kandidaten/innen zeitnah vorgestellt.

Unsere Erfahrungen zur Personalauswahl mit starker Potenzialorientierung

Auf Grund der guten Ergebnisse ist das mit dem LPE ergänzte Personalauswahlverfahren für die Stadtverwaltung in der Zwischenzeit selbstverständlich geworden. Am Anfang erschien die Vorgehensweise etwas aufwendig. Unter ROI-Gesichtspunkten bewährt sie sich sofort: Zum einen ist nichts ist nachteiliger als eine „falsche“ Bewerberauswahl – erst recht im öffentlichen Dienst, zum anderen kann mit Hilfe der Aussagen der LPE zu den Profilausprägungen des/r Kandidaten/in die Einarbeitungsphase optimal durch individualisierte Personalentwicklungsmaßnahmen flankiert werden.

Etwaige Widerstände beim Personalrat mit dieser Vorgehensweise waren, da der Personalrat von Beginn an in das gesamte Auswahlprocedere und die angewandten Verfahren eingebunden war, kein Thema. Auch die Bewerber beurteilen die Möglichkeit, die LPE zu machen durchweg positiv: Sie erhalten nicht nur ein detailliertes Potenzialprofil, sondern auch ein persönliches Feedback zu ihrer Person … und erleben – neben der hohen Wertschätzung gegenüber ihrer Person – eine moderne, aufgeschlossene zukunftsgerichtete Stadtverwaltung.