Wie verhält sich unser Gehirn im Laufe eines Tages? Und was lässt sich daraus für den eigenen Alltag ableiten?
Unser Gehirn ist ein faszinierendes Organ. Es ist praktisch immer aktiv – und ein echter Höchstleister. Die Idee des Autors: Wenn wir die Gesetzmäßigkeiten und Eigenheiten unseres Gehirns im Tagesverlauf kennen, können wir uns leichter darauf einstellen. Und wenn uns das gelingt, erreichen wir entweder mit weniger Aufwand ähnliche Ergebnisse – oder mit überschaubarem Zusatzaufwand deutlich bessere.
Basiswissen zu Gehirnfunktionen – smart serviert
Bent Freiwald beschreibt die Funktionen des Gehirns unterhaltsam – und an manchen Stellen sogar mit spürbarem Humor. Und das Ganze: mit Blick darauf, wie sich diese Funktionen im Tagesverlauf verändern. Die Idee dabei: Mit wenig Aufwand könnten wir unseren Tagesablauf leicht modifizieren, sodass es dem Gehirn leichter fällt, sein Potenzial auszuspielen.
Der therapeutische Nutzen unserer Träume
Die kreative Seite unserer Träume ist den meisten von uns vertraut. Überraschend fand ich die therapeutische Funktion unserer Träume. Anscheinend findet in unseren Träumen eine emotionale Verarbeitung dessen statt, was wir tagsüber erlebt haben. In der negativen Variante kennen wir das als Albträume. Die gute Nachricht: Wir können unsere Träume beeinflussen – sodass sie uns kreativer machen und die emotionale Verarbeitung unterstützen.
Gekonnt auf die Arbeit einstimmen
Im Zeitmanagement haben viele von uns gelernt, sich durch gute Strukturierung der Aufgaben effizient auf den Arbeitstag einzustellen. Freiwald lenkt den Fokus stattdessen auf Bewegung. Wie können wir durch klug eingebaute Bewegung vor, während und nach der Arbeit die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns unterstützen?
Zum Beispiel über den Fußweg zum Arbeitsplatz: Sei es, indem wir den Weg komplett zu Fuß gehen – oder ein bis zwei Stationen früher aus der U-Bahn aussteigen.
Mittagsschlaf hilft
Für alle, die die Zeit nach dem Mittagessen gern in der Horizontalen verbringen, eine gute Nachricht: Die Wirkung eines Mittagsschlafs wird häufig unterschätzt. Es lohnt sich tatsächlich, diese intensive Pause in den Arbeitstag einzubauen.
Weitere Themen – von Fitness bis Schlaf
Das Buch enthält darüber hinaus weitere Kapitel. Zum Beispiel: Was mache ich nach der Arbeit – und wie kann ein Fitnessstudio helfen? Oder: Wie halte ich es mit Alkohol (Alkohol ist leider ein Zellgift). Auch das Thema Verlieben kommt nicht zu kurz. Kapitel zu Einschlafen und Durchschlafen runden das Buch ab.
Was bleibt beim Lesen hängen?
Das Buch bietet zahlreiche leicht lesbare und gut umsetzbare Tipps – entscheidend ist jedoch: Was mache ich als Leser damit? Der Autor empfiehlt: erproben. Was für mich hilfreich ist, weiß ich erst, wenn ich es im eigenen Alltag ausprobiert habe. Erst dann kann ich beurteilen, welcher Tipp wirklich zu mir passt. Und natürlich ist unsere Individualität größer als die Bandbreite an Tipps, die ein Buch abdecken kann. Insofern bleibt das Erproben der entscheidende Schritt.
Mein Fazit: Für alle, die ihr Gehirn gezielt zur Selbstoptimierung nutzen wollen, ist das ein klarer Lesetipp.
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