Sinncoaching: Werte als Orientierung, Sinn als Aufgabe: Krisen bewältigen und Zuversicht stärken auf Grundlage der Logotherapie von Ralph Schlieper-Damrich (2025)

Einladung in den Resonanzraum

Das Buch beginnt mit einem Zitat von Viktor Frankl: „Ihr könnt mir alles antun, aber ihr habt nicht in der Hand, wie ich darauf reagiere.“

Ein klarer Leitgedanke für das ganze Buch. Ralph Schlieper-Damrich (erfahrener Unternehmenskulturberater, Führungskräfte-Coach und Logotherapeut mit eigener Praxis für Berufstätige nahe Augsburg) folgt dem Grundverständnis: Werte geben Orientierung – und Sinn ist Aufgabe.

Wie sich diese Aufgabe bewältigen lässt, zeigt er mit zahlreichen Formaten, die Coaches und Berater:innen dabei unterstützen, mit Kund:innen und Klient:innen diesen Weg zu gehen. Mit gut nachvollziehbaren Beispielen aus seiner Praxis gewinnen diese Formate zudem Gestalt und Leben.

Ich wäre froh, wenn jedes Praxisbuch, das Formate anbieten will, so klar strukturiert und zugleich inhaltlich gehaltvoll wäre.

Die Perspektive entscheidet, wie Wirklichkeit wirkt

Die Perspektive entscheidet, wie ich empfundene Wirklichkeit an mich heranlasse – und wie sie auf mich wirkt.

Stellvertretend für die inhaltliche Dichte sei Kapitel 5 („Logos und Wirklichkeit“) genannt. Schlieper-Damrich führt – ausgehend von der Dreidimensionalität unserer Existenz und der Wirkung von Schattenbildern aus unterschiedlichen Perspektiven – sehr elegant zu verschiedenen Wirklichkeitsverständnissen im Coaching.

Sein Zwischenfazit: Wirklichkeit ist stets eine Konstruktion der Beteiligten – und damit abhängig von ihrer personalen Perspektive. Seine Empfehlung: Als Coach einem non-reduktionistischen Wirklichkeitsverständnis folgen und Klient:innen durch passende Nachfragen spiegeln. Sein Versprechen: So entsteht eine sinnzentrierte Ergänzung, die dem Coachingprozess Tiefe und Orientierung geben kann.

Logotherapie und mehr

Sehr sympathisch finde ich auch die Ergänzungen aus unterschiedlichen Ansätzen (z. B. Ken Wilber, Wertequadrat, Cyclical Levels of Existence, vMeme, Emergenz u. a.), mit denen er den logotherapeutischen Ansatz anreichert. Hier wird sicher die eine oder der andere die reichhaltigen Literaturhinweise nutzen, um bei Bedarf zu vertiefen.

Fazit

Dem Buch sind Leserinnen und Leser zu wünschen, die seine reichhaltigen Anregungen kreativ nutzen und ihr persönliches Methodenwissen damit erweitern.

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