05.11.2013

Gesünder in der Gruppe

Bei Recherchen zur Fragestellung, was die Führungskraft dazu beitragen kann, um das empfundene Stressniveau des/der Mitarbeiters/-in positiv zu beeinflussen, bin ich auf interessante Hinweise aus der Sozialpsychologie von Rolf van Dick gestoßen.

Das Hauptphänomen: Die Identifikation mit dem Arbeitgeber senkt das vom Mitarbeiter empfundene Stressniveau! Van Dick konnte im Experiment nachweisen, dass die Steigerung der Identifikation mit dem Team um 15 Prozent eine um 65 Prozentpunkte niedrigere Belastung bewirkt. Für Interessierte zum Nachlesen: Harvard Business Manager, August 2012, S. 14-16.

Daraus zieht er für Manager folgende Lehre: stressgeplagte Mitarbeiter/-innen nicht vom Team zu isolieren und alleine zu lassen (z.B. indem man sie zum Arztbesuch oder ins individuelle Entspannungstraining schickt), sondern v.a. darauf zu achten, mit dem Team eine gemeinsame Identität zu schaffen und die Mitarbeiter/-innen emotional und praktisch zu unterstützen.

Was kann dabei helfen? Van Dick empfiehlt vier Punkte:

  1. Teamstrukturen einführen i.S. von wirklicher Teamarbeit.
  2. Rituale pflegen. Manchmal belächelt oder lästig, aber Gruppenfotos, Ausflüge und das gemeinsame Feiern von Erfolgen ist wichtig.
  3. Identität entwickeln, z.B. schweißt ein gemeinsamer „Gegner“/Mitbewerber häufig zusammen.
  4. Mit gutem Beispiel vorangehen, d.h. auch als Topmanagement „Gesicht zeigen“.

Eigentlich sind das alles kleine und selbstverständliche Anregungen. Doch häufig gehen sie aufgrund des Zeitdrucks im Arbeitsalltag unter. Wann denken Sie einmal wieder daran?


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