17.09.2013

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mitnehmen – aber richtig

In verschiedenen Veränderungsprojekten beobachten wir, dass das Bemühen, mit möglichst vielen Kolleginnen und Kollegen abgestimmt zu sein, vor entscheidenden Weichenstellungen umfangreiche Ressonanz aus der Organisation einzufangen, ausgeprägt vorhanden ist.

Was ich schade finde, ist der Weg, wie dieses Einbinden der von einer Veränderungen Betroffenen stattfindet. Häufig werden z.B. die Unterlagen wie Auftaktvideos, Broschüren, Key-Visuals u.ä. in breiten Kreisen diskutiert und Ideen dazu eingeholt. Dieses Vorgehen kann ich nur empfehlen. Was aber dabei unabdingbar ist: zuerst die Grundidee der Veränderung (die Storyline, den „Sense of Urgency“ nach Kotter…) zu vermitteln und dann das Feedback zu den konkreten Dingen einzuholen. Geschieht dies nicht, dann ist das Feedback z.B. zu Medien, die im anstehenden Change benutzt werden sollen, zu sehr von tagesaktuellen Befindlichkeiten geprägt.

Die Folge: viele reden z.B. bei der Entwicklung von Medienmaterialien mit, können aber kein qualifiziertes Feedback im Sinne der Zielsetzung (weil diese nicht genügend präsent ist) einbringen und sind anschließend enttäuscht, dass ihre Ideen verhallen. Oder die Grundidee der Medienmaterialien wird solange verwässert, bis jegliche Innovation herausgewaschen ist. Eigentlich schade!


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