Schummeln mit ChatGPT: Texte verfassen mit künstlicher Intelligenz für Schule, Uni und Beruf von Christian Rieck 

Das Buch von Christian Rieck bietet einen gut strukturierten Einstieg ins Schreiben mit ChatGPT. Meine Empfehlung: 5 Sterne

Der Youtube-Kanal von Christian Rieck spricht für sich. Immer aus der Perspektive der Spieltheorie beleuchtet er dort die unterschiedlichsten Phänomene. Auch als Autor schätze ich ihn z.B. beim Thema Strategeme. Spannend ist es jetzt zu lesen, was er, auch mithilfe von ChatGPT, zum Thema Schreiben oder Schummeln mit ChatGPT verfasst hat. Das Buch, verfasst an einem einzigen Wochenende, gibt dazu einen hervorragenden Überblick und Einstieg für alle – auch wenn man das knappe Zeitbudget beim Erstellen gelegentlich bei Rechtschreibung und Formatierung bemerkt.

Schreibblockaden umgehen

Wahrscheinlich kennen es viele, die sich im Schreiben von Texten versucht haben: Man sitzt vor dem leeren Blatt bzw. dem noch nicht gefüllten Textdokument und sucht händeringend nach einem Einstieg ins Thema. Diese Situation ist mustergültig, um ChatGPT zu nutzen. Denn ChatGPT liefert, bei richtiger Fragetechnik (Stichwort Seeds, Prompts und Feedback), in der Regel ein sehr schönes Beispiel für einen Themeneinstieg. Und wenn mir der erste Versuch nicht gefällt, dann ist ChatGPT auch in der Lage, weitere Einstiegsszenarien zu erstellen. 

Strukturvorschläge konzipieren, aber bitte auch sachlich richtig

Auch für die Frage der Gliederung liefert ChatGPT gute Unterstützung. Doch leider leider – oder muss man sagen gottseidank? – ob die vorgeschlagene Gliederung wirklich Sinn macht, das bleibt meinem Sachverstand überlassen. Die Kernfrage nach der sachlichen Richtigkeit taucht bei allen Fragestellungen an ChatGPT auf. Wahrscheinlich wird sich das mit neueren Versionen immer weiter verbessern, doch bleibe ich als Autor letztendlich auf mich selbst verwiesen.

Schummeln – ja oder nein?

Auf den letzten zweieinhalb Seiten geht der Autor auf die Fragestellung: „Soll ich wirklich so schreiben?“ ein. Interessanterweise beantwortet er sie weniger von einem normativen Standpunkt aus (Ist das moralisch richtig?), sondern stärker von der Nutzenorientierung hergedacht (Was kann es bringen?). Und da ist seine Antwort klar: ChatGPT wird ein Hilfsmittel werden wie die Rechtschreibprüfung, wie ein Thesaurus, wie Google und ähnliches. Zu wirklicher Exzellenz ist noch mehr nötig, als regelgeleitet reproduzieren zu können.

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