06.08.2013

Workbook Change Management

Die Autoren, Dietmar Vahs und Achim Weiand, nehmen sich vor „eine systematische, übersichtliche und kompakte Darstellung der für die Praxis relevanten Instrumente des Veränderungsmanagements“ zu liefern, „die es den Verantwortlichen ermöglichen soll, in jeder Phase des Wandels das passende Werkzeug einzusetzen“ (Vorwort der Verfasser).

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Dieses Ziel ist den Autoren offensichtlich gelungen. Auf 400 Seiten stellen sie die unterschiedlichsten Instrumente des Change-Managements dar. Angefangen von der Vorbereitung eines Changes über Instrumente zur Analyse und Diagnose und Konzepterarbeitung bis hin zu Imple-mentierung, Umsetzung und Kontrolle.

Die Erläuterungen sind jeweils knapp und übersichtlich gehalten und immer wieder am Beispiel der fiktiven Firma „Speedy GmbH“ illustriert. Dass die Tiefe bei knapp 90 Instrumenten aufgrund des zur Verfügung stehenden Platzes begrenzt bleiben muss, versteht sich von selbst.

Der Titel „Workbook“ scheint mir etwas irreführend zu sein. Mir ist Workbook als Arbeitsheft, Werkheft oder Übungsbuch vertraut. Vahs und Weiand bieten dagegen eher einen Überblick für den Einstieg ins Change Management. Diesen aber sehr umfangreich und sehr engagiert.

Etwas zu kurz kommen mir zwei Aspekte:

  • Zum Einen das reine nebeneinander Stellen der einzelnen Instrumente. Ich könnte mir vorstellen, dass es z.B. in der Implementierung und Umsetzung hilfreich sein könnte, exakter zu gliedern – in Instrumente, die 1:1 einzusetzen sind, in Teams und Abteilungen oder übergreifende Instrumente wie Großgruppenverfahren. Auch bleibt unklar warum z.B. Action Learning dargestellt wird, die Dialog-Methode aber nicht.
  • Zum Anderen – und das ist im Jahr 2013 der schwerwiegendere Mangel – kommt im Stichwortverzeichnis das Thema Einsatz von social media im Change Management nicht vor. Zwar finden sich Methoden wie Chat, E-Mail und FAQs.

Doch die Entwicklung ist längst weitergegangen, wie z.B. barcamps, microblogging-Plattformen oder Intranet-/Internet-basierte Workspaces zeigen. Hier sind über aktuelle Methoden und Technologien kaum Hinweise zu finden. Alleine beim Stichwort Moderation bietet die virtuelle Welt zahlreiche praktische Instrumente (Konferenztools, shared Work-spaces…).

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