29.11.2013

Betriebliches Gesundheitsmanagement auf den Punkt gebracht

Im Rahmen eines Seminartages des VdK war ich eingeladen, etwas zum Thema „wertschätzendes Führen“ beizutragen. Im Zuge der Erfahrungsberichte zum Thema betriebliches Gesundheitsmanagement hat eine BGM-Verantwortliche ihre Erfahrungen meines Erachtens gut auf den Punkt gebracht. Diese möchte ich – soweit ich sie aus dem Gedächtnis wiedergeben kann – nicht vorenthalten.

Es handelte sich um einen herstellenden Betrieb mit ca. 300 Mitarbeitern/-innen. Ihre Tipps waren u.a. folgende:

  • Das betriebliche Gesundheitsmanagement konsequent von den Bedürfnissen der Mitarbeiter/-innen her entwickeln.
  • Die Krankenkassen zur Beratung und ggf. Unterstützung nutzen, sich aber nicht von ihnen abhängig machen; auch wenn es einmal etwas mehr Geld kosten mag.
  • Das Thema Balance zwischen Belastung in der Arbeit und dem Leben außerhalb der Arbeit im Blick haben; auch in der Arbeit selbst Balance fördernde Elemente (Entspannung, Bewegung…) einsetzen.
  • Kernpunkt ist die Unternehmenskultur. Gelingt es eine Vertrauenskultur aufzubauen, bei der sozusagen automatisch gegenseitige Wertschätzung entsteht? Dabei sind die Führungskräfte der entscheidende Schlüssel.
  • Die Kommunikationskultur des Betriebes sollte von Offenheit geprägt sein.
  • Nicht zu hohe Ziele setzen. Wenn 1/4 bis 1/3 der Belegschaft die Angebote des betrieblichen Gesundheitsmanagements aktiv nutzen, ist das schon sehr viel.
  • Auf mittlere Sicht entstehen positive Effekte auf die Krankenquote.

Ihr Resümee am Schluss ihres Erfahrungsberichtes war sehr bescheiden. Natürlich sollte man für das betriebliche Gesundheitsmanagement nach allen Regeln der Kunst intern Werbung machen. Kommunikation und Erfahrungsberichte über die Attraktivität des Angebotes sind das A und O. Es geht darum, Gesundheit zu einem Thema des gesamten Betriebes zu machen. Doch letztendlich bleibt nur die Devise: anbieten und dazu einladen. Alles weitere muss sich durch Mundpropaganda innerhalb der Belegschaft und durch die Beispielwirkung von Mitarbeitern/-innen und Führungskräfte ergeben!


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