03.12.2013

Poka Yoke

„Fehlhandlungen sind nicht vermeidbar, Fehler schon!“ (S. 7)

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Vermeiden von Fehlern dient Poka Yoke. Die Grundidee: mit Poka Yoke ist Fehlerfreiheit in Prozessen und Abläufen mit Beteiligung von Menschen erreichbar.

Seit Ende der 1980er Jahre ist Poka Yoke ein Begriff in Deutschland. Die Diskussion um das Toyota-Produktionssystem hat es sozusagen in unser Blickfeld gerückt. Es geht dabei darum, mit Hilfe technischer Einrichtungen, Vorkehrungen und einfachen Systemen (zur Fehlervermeidung oder sofortigen Fehleraufdeckung) in der industriellen Fertigung das Null-Fehler-Ziel zu erreichen.

Jochen Sondermann schöpft dazu gekonnt aus seiner reichhaltigen Erfahrungen in der Fertigung innerhalb der Automobilindustrie (Volkswagen). Wichtig erscheint mir die gute Darstellung der Grundhaltung, die bei der Einführung von Poka Yoke Voraussetzung ist. Indem er darstellt, wie fehlerhaft klassische Prüfverfahren trotz aller Bemühungen bleiben müssen, wird klar, wie wichtig das aktive Vermeiden von Fehlern ist.

Nach der knackigen Einleitung über knapp 25 Seiten stellt Sondermann auf den folgenden 80 Seiten anhand seiner eigenen langjährigen Praxiserfahrung die typischen Handlungsfelder (Struktur, Qualität, Fehleranalysen…) von Poka Yoke dar. Den Abschluss bilden zehn Seiten über den Einführungsprozess von Poka Yoke, Do’s and Don’ts. Insbesondere gefällt mir, dass er die Einführung von Poka Yoke nicht nur als einen rein mechanischen Prozess sieht, sondern sich bewusst ist, dass es dabei Barrieren der Beteiligten geben mag und insofern Change Management Kompetenzen gefragt sind! Er macht dies am Beispiel des „Embedded Teaching“ (S. 106) verständlich.

Für alle, die sich das erste Mal mit dem Thema Poka Yoke auseinandersetzen wollen: ein prägnanter Einstieg. Für alle, die sich bereits mit dem Thema Poka Yoke auseinandergesetzt haben: hier gibt es sicherlich noch die eine oder andere Anregung mitzunehmen.

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