Wie klappt gute Visualisierung am Flipchart?

Wie klappt gute Visualisierung am Flipchart?

Leicht umsetzbare Tipps direkt aus der Praxis liefert der Autor

A bis Z der Interventionen in Gruppen: Flipchart-Tools für Beratung, Supervision und Teamentwicklung (Leben lernen)

Hartwig Hansen, seines Zeichens Paar- und Familientherapeut und systemsicher Supervisor gibt anregende Beispiele für gute Visualisierung in der Beratung. Man merkt dem Buch seine Beratungspraxis mit Gruppen auf jeder Seite an.

Schon der erste Satz der Einleitung „Ihre Moderation mit dem Flipchart – so was kannten wir noch nicht“ weckt die Neugierde des Lesers. Mit den ersten  Seiten in der Einleitung wird auch gleich der Stil des Buches deutlich. Nimm´ ein konkretes Beispiel aus der Beratungsarbeit mit Gruppen/Teams, beschreibe wie
  • du bei der Beratungssession vorgegangen ist,
  • was Du Dir dabei gedacht hast und verrate noch, welche Elemente Du zur Visualisierung am Flipchart genutzt hast und
  • wie die Gruppe/das Team mit den durch die Visualisierung ausgelösten Anregungen umgegangen ist.

Nachdem mir dieses Phänomen schon des öfteren begegnet ist (vgl. Visualisieren hilft), fiel meine Kaufentscheidung quasi von alleine.

Dieser praxisnahe Aufbau macht das Buch für den Leser so wertvoll. Ich muss mich nicht mit langen theoretischen oder einführenden Texten besprechen. Kenne die konkrete Anwendungssituation der vorgeschlagenen Visualisierung. Dann bekomme ich, wenn ich mehr ins Detail nachlesen möchte, gute Hinweise für eine vertiefende Lektüre.
Gut sind auch die Hinweise von Hartwig auf die äußere Form einer wenig aufwändigen Visualisierung, z.B. das „W“ für die Visualisierung von Beinen. Hier eignet sich zur Vertiefung auch „Malen nach Zahlen„, Oder auch seine Hinweise auf die Visualisierungsformen des Genogramms.
Es zeichnet den Autor aus, dass er scheinbar schon längst Bekanntes wie z.B. das Wertequadrat, das von Schulz von Thun gut aufgearbeitet wurde (vgl. miteinander reden), in einer kurzen und knappen Form in seinen Anwendungskontext stellt. Es regt die Phantasie des Lesers auf jeden Fall an, für welchen Teamkontext er das Wertequadrat nutzen könnte.

Mein Fazit zum Buch in Bezug auf Visualisierung

Für mich war die Wirkung der zahlreichen Fallbeispiele auf jeden Fall sehr anregend. Jedes Mal, nachdem ich mich an das Buch gesetzt hatte, sind mir wieder neue Kundensituationen durch den Kopf gegangen, in denen ich eine der genannten Techniken wahrscheinlich einsetzen könnte. Insofern bin ich froh über den Kauf des Buches und gespannt auf den ersten Anwendungsfall, der mir sicherlich bald in meiner Beratungsarbeit begegnen wird.

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