19.11.2019

Einladung zur Effizienz – Fokuszeit

Wofür tue ich etwas so, wie ich es tue? Transparenter Entstehungshintergrund.

Bei einem Führungskräfteworkshop entdeckte ich an einer der Bürotüren des Seminarhotels einen Hinweis auf Fokuszeit. Offensichtlich ging es darum, den KollegInnen jeden Tag von 11.00 – 12.00 Uhr zu ermöglichen, konzentriert an ihren Themen zu arbeiten.

Fokuszeit Hinweis

Fokuszeit bzw. „Stille Stunde“ auch für Teams

Aus dem Zeitmanagement ist diese Technik für die Tagesplanung als „Stille Stunde“ bekannt. Die Grundidee: Indem ich während einer Stunde des Tages möglichst jede Unterbrechung vermeide, erspare ich mir die Rüstzeiten, die ich nach jeder Unterbrechung habe, um wieder zu meiner Ursprungsaufgabe zurückzufinden. Gelingt mir das in einem Gruppenbüro umzusetzen, dann potenziert sich natürlich der zu erwartende Effekt auf die Effizienz des Teams.

Wofür tue ich etwas so, wie ich es tue? Transparenter Entstehungshintergrund

Beim ersten Blick auf den Aushang hatte mich die Ausführlichkeit der Begründung im ersten Absatz kurz irritiert. Wofür muss man so umfangreich begründen, warum ich meine Arbeit wie gestalte?

Auf den zweiten Blick finde ich den Aushang mustergültig. Mit dem ersten Absatz erkennt mein Kollege das eventuelle Störpotenzial, das eine kurze Rückfrage seinerseits darstellen kann. Nur wenn ich das Problem eines Kollegen nachvollziehen kann, bin ich auch bereit, mein Verhalten darauf einzustellen.

Nicht nur Verbote, sondern v.a. auch Lösungsideen

Und mit dem zweiten Absatz wird auch noch eine Notfallregelung angeboten, falls sich eine Rückfrage von Kollegen während der Stillen Stunde nicht vermeiden lässt. Mehr interner Kundenservice geht fast nicht mehr!

Bei einer Kleingruppenbefragung in einem Kundenunternehmen stellte sich u.a. der Wunsch der Mitarbeiter nach Verständnis für Entscheidungshintergründe, Gebote und Verbote als wichtig für das Mitwirken der Mitarbeiter heraus. Ich wäre gespannt, was eine Mitarbeiterbefragung bei diesem Tagungshaus ergeben würde. Ich würde darauf wetten, dass insbesondere die Transparenz der internen Rahmenbedingungen gelobt würde.


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