14.02.2017

Es geht doch – die Deutsche Bank zeigt, wie eine Entschuldigung auch formuliert sein kann

Offensichtlich folgen aus VW mit seinem Abgasskandal Lerneffekte. Die Deutsche Bank zeigt, wie eine Entschuldigung lauten kann – auch wenn John Cryan eigentlich beim Leser „um Entschuldigung bitten“ sollte, was die richtige Formulierung wäre.

In der Anzeige vom Wochenende (13.02.2017) geht die Deutsche Bank klar strukturiert vor:

  1. Beschreibung des Ist-Zustandes und des Fehlverhaltens (Absätze eins und zwei).
  2. Bedauern und Entschuldigung (Absatz drei).
  3. Beschreibung der Fehler (Absatz vier).
  4. Jetzt kommt leider ein „aber“ (Absatz fünf, erster Satz). Dann folgt die Beschreibung der Auswirkungen.
  5. Beschreibung der Keylearnings, wenn auch etwas unkonkret (erster Satz Absatz sechs) und der Ziele für die Zukunft (restlicher Absatz sechs und Absatz sieben).
  6. Namentliche Kennzeichnung.

 

Natürlich hätte das alles noch persönlicher und weniger euphemistisch sein können. Doch die Richtung stimmt. Mich würde es interessieren, wie lange die internen Verhandlungen gedauert haben, bevor solch eine klare Positionierung heraus kam.

Und vielleicht hören wir ja von VW doch noch etwas ähnliches?


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