10.02.2017

Lean-Philosophie auf vielen Seiten ausgebreitet

Das Grundthema der Lean-Philosophie ist: „Werte zu schaffen ohne unnötige Verschwendungen“ (S. 3).

Die Autoren wollen mit ihrem 572 Seiten umfassenden Werk einen Beitrag dazu leisten, „den branchenübergreifenden Lernprozess zu systematisieren und damit Impulse geben, sich jenseits mancher allzu pauschaler Handlungsempfehlungen (…) selbst zu orientieren (…), um Mittel zu gewinnen, die für Investitionen in die Zukunft benötigt werden“ (S. 3-4).

Wenn ich diese Zielsetzung aus dem Vorwort auf mich wirken lasse bedeutet das, dass sich das Buch an aktiv Gestaltende in den Betrieben und Organisationen richtet. Für mich ein klares Argument zum Kauf.

Schaue ich mir das Werk im Detail durch, dann finde ich weniger konkrete Impulse, sondern eher ausführliche und einen groben Überblick verschaffende Beiträge. Das mag vielleicht an dem eher wissenschaftlichen, referierenden Stil der Beiträge liegen, die z. T. auch sehr lange Sätze über 11(!) Zeilen beinhalten (vgl. S. 255). Zwischenüberschriften wie „lessons learned“, lassen den Leser auf ein Resümée hoffen. Doch leider endet dieser Absatz dann mit der Frage: „Haben Sie sich auch schon überlegt, was Sie tun oder unterlassen können, um unnötige Transporte zu vermeiden und damit weniger verschwenderisch mit knappen Ressourcen umzugehen?“ (S. 258).

Mir hätte geholfen, wenn deutlich wird, dass der Sammelband v.a. Projekt- bzw. Forschungsberichte aus dem wissenschaftlichen Umfeld enthält und ich für die Praxis eher sehr indirekt Anregungen zu erwarten habe. Ich war enttäuscht – auch wenn die Inhalte alle richtig sein mögen.

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