30.06.2015

Fordert die Generation Z den Rückschritt zum transaktionalen Führungsstil?

Christian Scholz stellt in seinem jüngsten Werk „Generation Z“ die These auf, dass die Generation Z (das sind die ab 1995 Geborenen, die der Generation Y nachfolgen), den Kuschelkurs im Sinne von jede/r ist ein/e Gewinner/in benötigen.

Im Fußball ist das der transaktionale Führungsstil von Jogi Löw und Oliver Bierhoff. Die Generation Y dagegen würde den transformationalen Führungsstil bevorzugen, wie ihn Jürgen Klinsmann praktiziert hatte. Das verblüffende daran: Der transaktionale Führungsstil, der auf Intra-Team-Wettbewerbe verzichtet, der Wohngemeinschaftsatmosphäre in der Mannschaftsunterkunft ermöglicht und von klaren Verhaltensregeln lebt, hat den WM-Sieg gebracht.

Es scheint sich eine Wende zurück zu einem sachlichen Führungsstil mit klaren Vorgaben und einem Austauschverhältnis zwischen Unternehmensleistung und Mitarbeiterleistung anzubahnen.

Aus meiner Perspektive und der Erfahrung z.B. mit dem aktuellen Start einer Führungsentwicklungsreihe stellt sich das anders dar. Hier waren das Große und Ganze, das Big Picture, die Unternehmensvision fast ein Dauerbrenner – zumindestens aus der Sicht der jungen Führungskräfte. Wir sind dabei um die Frage gekreist: Was benötigen eure Mitarbeiter/-innen (da ist die Generation Z gut vertreten), um sich möglichst gut mit dem Unternehmen identifizieren zu können. Doch vielleicht denke ich in fünf Jahren auch anders darüber, wenn die ersten Vertreter der Generation Z in solchen Entwicklungsprogrammen auftauchen. Ich bin gespannt!


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