14.07.2015

Mehr Lob oder mehr Anerkennung?

Ulf D. Posé hat kürzlich folgende These formuliert: „Durch Lob wird automatisch ein Hierarchiegefälle hergestellt“ (ManagerSeminare, Mai 2015, S. 39).

Der Hintergrund: Um zu loben, muss ich mich über dem zu Lobenden befinden. „Ich lobe Dich“ impliziert, dass ich mich – ob bewusst oder unbewusst – über dem anderen positioniere. Er schlägt deshalb vor, sich auf gleiche Augenhöhe zu begeben und schlichtweg das Ergebnis des anderen wertzuschätzen, also die Leistung des anderen aus der eigenen Wahrnehmung mit Respekt einzuschätzen.

Das Instrument dazu: Anerkennung oder Kritik. Und Kritik am besten verbunden mit dem Hinweis, wie es aus meiner Perspektive heraus besser sein könnte.

Mich erinnert das Ganze an die Hinweise von Schwäbisch und Siems: Anleitung zum sozialen Lernen. Aber darum mag es ja bei dem Ruf nach Wertschätzung im Betrieb u.a. auch gehen. Um ein Miteinander, das den Mitarbeitern und Führungskräften ermöglicht, weiter zu wachsen und sich zu entfalten. Natürlich im Sinne der Zielsetzung des Betriebes.


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