04.04.2014

Mit offenem Herzen

Elie Wiesel ist als Schriftsteller durch die Reflexion seiner Erfahrungen mit dem Holocaust bekannt. Für seinen Kampf gegen Unterdrückung, Gewalt und Rassismus wurde er 1986 mit dem Friedensnobelpreis geehrt.

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In „Mit offenem Herzen“ schildert Wiesel – anlässlich eines lebensbedrohlichen Eingriffs am offenen Herzen – autobiografisch die Erkundung seiner tiefsten Beziehungen und Überzeugungen. Im Kontrast zu unserer, durch vielfältige Anforderungen, Getriebenheit des Alltags lenkt Wiesel den Blick des Lesers auf zentrale Punkte. Zum Beispiel auf den Rat des Talmudweisen: „Lebe stets so, als müsstest du morgen schon sterben“. Allein dieser Rat veranlasst beim Weiterlesen zu pausieren und den Satz wirken zu lassen.

Vielleicht sollte das der Modus sein, der sich für die Lektüre dieses kurzen Bändchens empfiehlt. Ein, zwei oder drei Sätze aufnehmen, pausieren, nicht angestrengt reflektieren, sondern die Aussage wirken lassen…

Mich fasziniert an „Mit offenem Herzen“, wie unprätentiös aber wirkungsvoll Wiesel zu diesem fast schon meditierenden Lesen einlädt. Und während ich diese Zeilen schreibe, bin ich verführt, das Buch erneut zur Hand zu nehmen, die erste Seite aufzuschlagen und ein, zwei oder drei Sätze aufzunehmen…

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