12.05.2015

„Steigende Zielvorgaben im Betrieb fördern selbstgefährdendes Verhalten von Arbeitnehmern“

Die Bertelsmann Stiftung titelte am 16.03.2015 recht reißerisch. Eigentlich ist klar, dass sich steigende Zielvorgaben (ohne Verbesserung der Arbeitsabläufe, Produkte…) auf die Arbeitnehmer negativ auswirken müssen.

„Die Autoren der Studie, Dr. Anja Chevalier von der Deutschen Sporthochschule Köln und Prof. Gert Kaluza vom GKM-Institut in Marburg, schlagen deshalb vor, Arbeitsbedingungen so auszurichten, dass ein gesundheitsförderndes Arbeits- und Leistungsverhalten des Einzelnen möglich wird. Wenn regelmäßig offene, verbindliche und realistische Zielvereinbarungsgespräche geführt würden und die vereinbarten Ziele innerhalb der vertraglichen Arbeitszeit erreichbar seien, reduziere es das selbstgefährdende Verhalten. Aber auch die Beschäftigten selbst könnten zur Entlastung beitragen, betont Prof. Gert Kaluza. Es sei daher besonders wichtig, dass Arbeitnehmer ein Gefühl für die eigenen Grenzen entwickelten, damit sie ihr Leistungspotenzial auch langfristig optimal ausschöpfen könnten.“

Klar, offene Kommunikation und Arbeitnehmende, die über eine hohe Selbststeuerungskompetenz verfügen, sind wesentliche Punkte, die Erhaltung der psychischen Gesundheit zu unterstützen. Aus unserer Beratungserfahrung zeigen sich beim Führen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen noch zahlreiche weitere Punkte: Angefangen bei der Qualifikation des einzelnen Arbeitnehmenden und dem entsprechenden Qualifikationsbedarf, über die Prozesse und Abläufe im Unternehmen, bis hin zur Frage, inwiefern die vereinbarten Ziele aus der Perspektive des Mitarbeitenden überhaupt Sinn machen.

Am Ende geht es vor allem um eine qualitativ hochwertige Führungs- und Unternehmenskultur, die in der Regel mit wenigen, dafür konkreten, praktikablen Elementen erreicht und weiter entwickelt werden kann.


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