16.10.2018

Unternehmensziele und Zeitmanagement

bei einer Sache bleiben und Ziele setzen…

Die Digitalisierung forciert das Thema Zeitmanagement zusehends: wie können wir uns bei der Vielfalt und gleichzeitigen Verfügbarkeit von Informationen noch konzentrieren? Auch im Hinblick auf Unternehmensziele ist das Thema von Relevanz, aber dazu später mehr.

Das Zeitmanagement gibt dazu klare Antworten auf die oben genannte Frage: Aufgaben und Tätigkeiten bündeln, sich Zeitfenster für das Bearbeiten reservieren und dann gezielt diese Zeitfenster für aufgabengleiche Bündel nutzen. Die Wirkung solcher Tipps, die ich insbesondere bei jüngeren Mitarbeitern/-innen in Kundenunternehmen beobachte ist, dass diese ein enormes Tempo vorlegen, diese Aufgaben- und Tätigkeitsblöcke abzuarbeiten. Da wird es mir um die Effizienz dieser jungen Kollegen/-innen nicht bange 😊.

Unternehmensziele im Fokus behalten

Die andere Frage, ist die Frage der Effektivität (Effektivität = die Dinge richtig tun; Effizienz = die richtigen Dinge tun). Im Kontext eines Teamworkshops kam die Fragestellung auf, ob wirklich alles, was ich arbeite, einen Zusammenhang zum Unternehmensziel haben müsse? Ob das nicht zu sehr einenge? Ob das nicht die Kreativität und Intuition einschränke? Mich hat als Unternehmensberater die Frage auf den ersten Blick verwundert. Eigentlich sollte es logisch sein, dass alles, was ich im beruflichen Kontext unternehme, dem Unternehmensziel dienen sollte. Im BKU z.B. verstehen wir Unternehmen als eine Gemeinschaft von Personen, die gemeinsam an dem Unternehmenszweck arbeiten und dazu, mit Blick auf den Unternehmenszweck, ihre individuellen Begabungen und ihr Talent einbringen. In der nachfolgenden Reflexion wurde deutlich, dass die Herausforderung eher darin besteht, meine konkrete Tätigkeit auf das Unternehmensziel zu beziehen.

Unternehmensziele und Zeitmanagement – eine Herausforderung

Hier liegt meines Erachtens nach eine wesentliche Aufgabe von Führungskräften. Gemeinsam mit den Mitarbeitern/-innen entdecken, herausfinden und herausarbeiten, wie das tägliche Arbeiten mit den Unternehmenszielen zusammenhängt. Fragen, die sich daraus oft stellen sind:

  • Was fördert deren Realisierung?
  • Was wirkt sich neutral auf die Unternehmensziele aus bzw was führt uns ggf. von den Unternehmenszielen weg?
  • Und was mache ich bei konkurrierenden Aufgaben?
  • Wie hängen die Tätigkeitsbündel mit unseren Unternehmenszielen zusammen?

Manchmal entstehen, zwischen entfernt voneinander wirkenden Tätigkeiten, entscheidende Synergieeffekte, wo bei verspäteter Erfüllung einer Aufgabe sogar die andere Aufgabe in ihrer Wirkung auf das Unternehmensziel gefährdet sein mag. Und erst wenn ich als Mitarbeiter/-in im vollen Bewusstsein dieser Zusammenhänge bin, kann ich bei Aufgabenkonkurrenzen in der Tagesarbeit wirkungsvoll entscheiden.

In seinem Buch „Konzentration“ gibt Marco von Münchhausen deshalb den Tipp: „Definieren Sie für Ihre Aufgaben ein klares Ziel und einen Zeitrahmen – das wirkt wie ein Magnet auf Ihre Aufmerksamkeit.“ Ich würde gerne ergänzen: „Und machen Sie sich den Zusammenhang zwischen dem konkreten Aufgabenziel und seinem Beitrag zum Unternehmensziel deutlich!“ Dann geht es nicht mehr nur um Effizienz, sondern um Effektivität! Etwas, was bei Zeitmanagementüberlegungen in der Reihenfolge ohnehin an erster und nicht an zweiter Stelle stehen sollte.


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