25.08.2015

Weg mit den Krawatten?

Im Februar war es der Süddeutschen einen extra Beitrag wert: auf der Schillerhöhe (der Bosch-Zentrale in Stuttgart) werden kaum noch Krawatten getragen.

Doch es ging nicht um die Krawatten, sondern die Krawatte als Symbol für den Wandel, in dem sich Bosch befindet (siehe Süddeutsche).

In der Finanz- und Versicherungsbranche erlebe ich die Diskussion um „Krawatte (ja/nein)“ in letzter Zeit immer wieder. Man könnte fast meinen, dass sich die Unternehmenskultur an Krawatten festmache. Als ob die Form eine Garantie für den Inhalt sei…

Klar kann die Form dem Inhalt entgegenstehen: Wenn mein Äußeres wenig Sicherheit und Gewissheit ausstrahlt, warum sollte dann ein Kunde mir als Versicherer bezüglich seiner Leben- oder Betriebsrisiken vertrauen? Doch das ist nur die eine Seite. Die andere Seite, die Wirkung nach Innen, in Richtung Mitarbeiter/-innen scheint mir fast die wichtigere Seite der Wirkung zu sein. Wenn diese stimmt, dann agieren die Mitarbeiter/-innen quasi automatisch stimmig nach außen. Und hier, in der Wirkung nach Innen, ist das Handeln der Führungskräfte entscheidend; nicht nur in einem Fall, sondern das Handeln auf Dauer, in unbeobachteten oder scheinbar nebensächlichen Situationen. Für Führungskräfte nicht immer ganz einfach, so im Fokus zu stehen. Doch es lohnt sich, sich dieser Wirkung bewusst zu sein!


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