Anleitung zur Selbstüberlistung: Machen Sie Ihr Leben zu einem Spiel, in dem Sie stets gewinnen. Geniale Lifehacks aus der Spieltheorie; Christian Rieck

Sich selbst überlisten? Kann das ein Ziel sein?

Der Untertitel: „Machen Sie Ihr Leben zu einem Spiel, in dem Sie stets gewinnen“ mag auf den ersten Blick etwas reißerisch wirken; auf den zweiten Blick stellt sich die Frage, was für mich „das Spiel gewinnen“ bedeutet? Diese Frage kann nur jeder und jede für sich selbst beantworten. Auf die erste Frage, über welche Optionen ich selbst verfüge, um mein Leben, wenn man es mit einem Spiel vergleicht, zu gewinnen – auf diese Frage bietet das Buch zahlreiche und hilfreiche Antworten.

Spieltheorie als Perspektivenentfalter

Schon lange folge ich Christian Rieck, Professor für Spieltheorie, auf seinem Youtube-Kanal. Auf eindrückliche Art und Weise wendet er dort die Spieltheorie auf Fragen an, die uns bewegen. Dabei wird auch deutlich, dass die Spieltheorie kein Blick in die Glaskugel der Zukunft ist.

Was die Spieltheorie auf jeden Fall immer bietet, ist eine deutliche Perspektiverweiterung bezüglich meiner gewohnten Standpunkte.

Spieltheorie und Selbstmanagement

Mit diesem Buch, wendet Rieck die Spieltheorie auf das Thema Selbstmanagement an. Um in seinem Slogan zu sprechen: „Wie kann ich mich selbst überlisten?“

Wie kann ich mit persönlichen Gewohnheiten brechen und neue Routinen in meinem Alltag installieren?

Und dabei ist der Autor keineswegs mit Hinweisen sparsam. Er bietet gut 350 Seiten, bei denen man sich selbst ertappt fühlen kann; sich freuen kann, sich selbst auf die Schliche zu kommen oder einfach Impulse einsammelt, wie ich mich ganz konkret selbst überlisten kann, d.h. nicht in gewohnten Bahnen automatisch handeln, sondern neues Handeln verfestigen kann.

Typische Selbstmanagementtechniken spieltheoretisch begründet

Es ist nicht so, dass alles neu ist, was im Buch vorgestellt wird. Wahrscheinlich sind vielen Menschen Techniken wie z.B. Time-Boxing, Deadline-Sprints u.ä. bereits vertraut. Beeindruckend finde ich die spieltheoretischen Begründungen, mit denen Rieck vertraute Techniken neu einführt. Hier macht er auf Vertrautes in neuer Art und Weise neugierig!

Das persönliche Selbstmanagement auf den Prüfstand stellen

Zu Beginn war ich verführt, das Buch in der inneren Grundhaltung ‚Kenne ich schon? Ist das wirklich neu?‘ zu lesen. Mit dieser Grundhaltung hat sich mir die enorme Spannbreite des Inhaltes nur wenig erschlossen.

So habe ich während der Lektüre meine Grundhaltung verändert, mich gefragt: „Wo entdecke ich Anregungen für meinen persönlichen Alltag? Zu welchem Experiment oder Erproben könnte mich das Buch einladen?“

Und siehe da: mit der Grundhaltung ‚Neugier‘ konnte ich zahlreiche Haftnotizen mit Erprobungsoptionen in meinem Alltag am Text anbringen.

Insgesamt ein klarer Lesetipp!

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