Klassische Einführung zu  Change-Management

Klassische Einführung zu Change-Management

Change-Prozesse erfolgreich managen Gebundenes Buch – 1. November 2009

Die 3 Dimensionen der Veränderung

Der erfahrene Lean-Berater Bodo Wiegand geht anfangs von den drei Dimensionen

  • Vorgehensmodell
  • Transformation sowie
  • Komplexität

aus, die den Veränderungsprozess in einem Betrieb bestimmen. Die Preisfrage eines gelingenden Veränderungsprozesses ist, die Ausprägung dieser drei Dimensionen passend zur konkreten Organisation zu gestalten. Das Ziel des Buches: Die Qualität der verschiedenen Dimensionen einer Transformation leichter zu erkennen und diese in die Planung und Konzeption einbeziehen zu können. Sodass ein stimmiges Gesamtkonzept entsteht (vgl. S. 16).

Nach einer kurzen Sensibilisierung des Lesers auf die Herausforderungen, die in Change Projekten liegen, geht Wiegand auf die 1. Dimension, das Vorgehensmodell ein.

Lean als strategischer Ansatz für Change-Management

Den Lean-Gedanken als Grundidee für Change-Management zu nutzen, hat viele Reize. Orientiere ich mein Handeln an den fünf zentralen Prinzipien der Lean Philosophie:

  1. Der Kunde ist König
  2. Das Fließprinzip
  3. Das Pull-Prinzip
  4. Die Standardisierung
  5. Streben nach Perfektion,

dann bleibt eigentlich nur noch die Frage „Wo mit der Veränderung beginnen?“. Da ist die Antwort aus Lean-Perspektive auch klar: am Engpass!

Punkt-, Fluss- und System-Kaizen

Die Strukturierung in Ansatzpunkte am einzelnen Arbeitsplatz (Punkt-Kaizen), am Wertstrom als Ganzes (Fluss-Kaizen) oder über die Wertstromgrenzen hinaus (System-Kaizen) erleichtert die praktische Anwendung von Wiegands Grundidee. Wobei wichtig ist anzumerken: Weigand geht es nicht um das sture Abarbeiten von Punkt- über Fluss- bis hin zu System-Kaizen, sondern um das kluge Anwenden der richtigen Technik zur jeweiligen Fragestellung.

Führungskräfte als Treiber der Transformation

Klar entscheiden Führungskräfte über das Ausmaß der Wirkung einer Transformation. Doch wenn sich Führungskräfte als aktive Treiber der Veränderung verstehen, ist das die „halbe Miete“. Verharren Führungskräfte in der Position des Adressaten einer Transformation, ist das Erfolgspotenzial von vornherein fraglich. Neben den recht klassischen Hinweisen zu Führung, smarten Zielen, Projektorganisation u.ä. gefallen mir hierzu die Hinweise des Autors zur Herstellung von Transparenz im Change Prozess. Als Lean-Experte empfiehlt er den A3-Report. Die Ausführungen zu Komplexität als dritter Dimension enthalten spannende Hinweise zum Messen von Komplexität. Hier hätte ich mir jedoch viel mehr Hinweise für Führungskräfte zum Umgang mit Komplexität vorstellen können.

Die Beispiele im abschließenden Kapitel zur Frage, wie eine zielführende Projektkonzeption aussehen kann, enthalten noch den wichtigen Hinweis, die Ausgangssituation der Transformation exakt wahrzunehmen sowie zu bestimmen. Erst wenn mir die Ausgangssituation wirklich klar ist, sollte ich anfangen, auf einzelne Stellschrauben Einfluss zu nehmen. Aus den kurzen Fallbeispiele lassen hierzu gute Hinweise auf die eigene Change Praxis ableiten.

 

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